Das GEMA-Problem

Ein Autor bei heise-Telepolis will eine unbedachte Äußerung aufgeschnappt haben. Nichts neues, aber aus dem „falschen Mund“ eine interessante Aussage: „das Feststecken der Verhandlungen läge nicht an einer ‚Blockade‘ seiner Verwertungsgesellschaft, sondern daran, dass es in Deutschland ein ’starkes Urheberrecht‘ gibt“. Nach den letztwöchigen und -monatigen Querelen um die GEMA respektive Musikvideos auf Youtube, ist das eine klare Aussage.

Ich selber stoße auch immer wieder auf „officialXYZ“-Kanäle, in denen scheinbar tatsächlich entweder die Urheber der darin enthaltenen Musik oder aber die entsprechenden Labels Musik zu veröffentlichen scheinen. In Deutschland: „Dieses Video enthält Content von LABEL und ist in Deinem Land nicht verfügbar, da die GEMA die Verwertungsrechte nicht eingeräumt hat – das tut uns leid“. Wenn das _solche_ Blüten treibt und die Aussagen das nicht nur wahr, sondern tatsächlich nur in Deutschland so ist, stimmen …

Mich jedenfalls verwundert es immer wieder, dass die GEMA mit ihren Tarifen (und Rabatten und Sonderbedingungen und Pauschalen und Bemessungsgrundlagen) so durch kommt wie das derzeit der Fall ist. Scheinbar bekommen sie jetzt Gegenwind. Kann eigentlich nur den Wettbewerb fördern – hoffen wir, dass das dann hilfreich ist für die Konsumenten und nicht wieder ein Bumerang wird.

Ein bisschen Hintergrund, ebenfalls bei Telepolis.