Websperren vs. Vorratsdatenspeicherung?

In meinem Post von gestern hatte ich es schon angedeutet: Glauben kann ich nicht uneingeschränkt, dass das Ende der Websperren ein großer Sieg wäre, auch wenn ich diesen ganzen Sperr-Mist eh für absoluten Unsinn gehalten habe. Auch Golem.de hinterfragt die Sache kritisch und macht mir genau den Mut, den ich gestern schon hatte. Oder so ähnlich. Ich hoffe inständig, dass auch dieser Kelch alternativlos an uns vorbei… schwappt.

Update: heise.de hat auch etwas. Und das beunruhigt. Die CDU hats wie immer nicht verstanden und friemelt jetzt als „Überlebenshilfe“ für die FDP an Gesetzen herum (so weit sind wir also schon). Halten die uns wirklich für so blöd? Oder ist die CDU genau so eine Sekte wie der Vize-Chef das indirekt über die Netzgemeinde sagt?

Update 2: heise.de – „Bundestagsanalyse: Vorratsdatenspeicherung hilft Ermittlern nicht wirklich“. Nicht besonders neu ist die Erkenntnis meiner Meinung nach. Immerhin hat es aber mal der wissenschaftliche Dienst ermittelt. Wundern tut mich das nicht. Warum? Weil eine Warenbestellung bei einem großen Versandhandel mit Zahlung per Lastschrift von einem fremden Konto, die binnen zwei Tagen zurückgebucht wurde, nach einer Strafanzeige zu einer Einstellung des Verfahrens führte. Grund: Täter konnte nicht ermittelt werden. Wenn das schon bei einer solchen Sachlage nicht klappt, bei der vermutlich Waren an eine Lieferadresse geschickt wurden, frage ich mich allen ernstens, wozu wir dann die VDS brauchen sollten.