Archiv des Monats: Juli 2012

Älterer Laptop: Pflege lohnt sich

Nebenbei abgearbeitet: Laptop-Pflege.

Windows recovert nebst vorherigem Komplettbackup und Datenkopieraktion, diverse OpenSource-Software installiert, Reinigung des Lüfterbereichs und der Tastatur. Muss auch mal sein ;).

Schülerzahlen sinken – weniger Lehrer nötig?

taz.de: Stellenstreichungen an Schulen – Pädagogen stopfen Haushaltslöcher

Schade. Der Rückgang der Schülerzahlen wäre eine Möglichkeit gewesen, die Bildungssituation zu verbessern, indem nicht nur dritten und zehnten Klassen kleinere Klassenverbände ermöglicht werden, sondern indem z.B. auch Ausfall- und Krankheitszeiten durch „Reservepersonal“ hätten kompensiert werden können. War wohl nix.

Windows 8: Tjoa…

Auch ich habe mir einmal Windows 8 in der Release Preview angeschaut. Begeistert war ich nicht. Windows 7 setze ich ein und bin durchaus zufrieden; der Wechsel von XP zu 7 war jedoch auch kein Wechsel – sondern ein Update.

Bei Windows 8 ist das anders. Vorm Weiterlesen zwei Links:

So, der Download läuft dann jetzt wohl beim geneigten Leser; die Installation in Virtual Box tut, lediglich die Gasterweiterungen sollte man sich erstmal sparen. Snapshot machen, Gasterweiterungen installieren, gucken obs läuft, Snpashot wiederherstellen. Kein Problem, es läuft auch ohne sie.

Ein Problem für den geneigten Desktop- oder besser non-touch-screen-User ist, dass die Bedienkonzepte für Tablets und mobile devices ersonnen sind. Schlecht muss das nicht sein; vermutlich arbeitet das OS auf eben diesen durchaus gut. Für die Benutzung ohne Touchscreen ist das allerdings eine Katastrophe. Mit der Maus müssen lange Wege erschubst werden, um überhaupt von einem riesig anmutenden App-Starbutton zum nächsten zu kommen, im Gegenzug dazu sind die Ecken extrem unsensitiv, wenn es um das Wechseln zwischen laufenden Anwendungen oder den Aufruf des „Startscreens“ (ein Ersatz des Startmenüs) geht. Bei begrenztem Platz auf dem Display ist die mehr oder weniger dreidimensional zu denkende Ebenenstruktur (realisiert durch Einblendung von Menüs und Co.) zur Auswahl des laufenden Programms (ähnlich Alt+Tab, es kommt dann aus der linken oberen Ecke eine senkrechte Auflistung mit Screen-Previews) nicht schlecht, die Übersicht über die laufenden Applikationen auf einem Desktop-Rechner erhöht sie allerdings nicht. Überhaupt enthält das Display fast keine Statusanzeigen.

Mein Fazit zur RP: Für mobile devices sicherlich nicht schlecht. Für den Desktop eher unergonomisch und ungewohnt, was die Akzeptanz erschweren wird. Alternativ ist die Abkehr vom klassischen Desktop-PC hin zum Touchscreen als Standard am Rechner denkbar. Hauptmanko scheint mir außerdem die Unübersichtlichkeit gegenüber bestehender Konzepte wie der Taskleiste und dem Systray zu sein. Ich selber habe noch keine Test mit „Multitasking“ gemacht, also der Verwendung mehrerer Anwendungen (Grafikbearbeitung, Textverarbeitung, Mail, Browser, Audioplayer) – wenns hier rumpelt und es sich z.B. als komplex erweist, zwischen dem Einfügen einer eben bearbeiteten Grafik in eine Textverarbeitung und dem Überfliegen der neuesten Mail die Lautstärke des Audioplayers einzustellen, wirds eng.

CCS: Altmaier ist dagegen – der Bevölkerung wegen?

Die TAZ: Umweltminister gegen CCS-Technologie

Wir müssen realistisch sein: Gegen den Willen der Bevölkerung ist eine Einlagerung von CO2 im Boden nicht durchzusetzen (…) Für Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke mit CCS-Technologie sehe ich derzeit in keinem einzigen Bundesland eine politische Akzeptanz. (Altmaier in der Saarbrücker Zeitung)

Ich mag es so formulieren: Es wäre gut, wenn er meint, was er sagt. Tatsächlich halte ich persönlich CSS für dumm. Und nicht zielführend.

Ziel muss sein, die Emission von umweltrelevanten Stoffen zu verringern oder zu verhindern – nicht, sie unter die Erde zu bringen ohne die Folgen zu kennen. Wünschenswert wäre es, die Technologie auch tatsächlich als „gescheitert“ zu betrachten und nicht (wie im Falle von Atommüll) mehrere Generationen für die Gewinne ihrer Vorgänger aufkommen zu lassen oder sie „irgendwoanders“ in mehr oder weniger kaum besiedelten Gebieten dann doch einzusetzen (und dafür lange Transportwege in Kauf zu nehmen, auf denen wieder Energie gebraucht wird …).

DNSChanger: Endlich aus?!

Lange am Leben erhalten wurde der vom Wurm DNSChanger hervor gerufene DNS-Umleitvorgang. Warum? Weil das FBI statt dem Benutzer klar und „immer“ anzuzeigen, dass sein System infiziert bzw. manipuliert wurde, die Server als Durchleitinstanz weiter betrieb, damit die Kunden keinen „Netzausfall“ hatten. Schon im März schrieb ich etwas dazu.

Endlich, endlich scheint das Drama ein Ende zu nehmen und scheinen die Server abgeschaltet zu werden (heise.de). Ich begreife bis heute nicht, was Menschen dazu reitet, diese Manipulation weiter zu betreiben, während andererseits die Rufe lauter werden, Provider sollten etwas gegen infizierte Rechner Ihrer Kunden tun (heise.de). Passt so gar nicht!

ACTA beerdigt und die VDS in der Überarbeitung – wtf?!

Manchmal geschehen Dinge sehr schnell.

So sehr ich hier schon innerlich dachte: „Hey, es gab auch eigentlich keinen anderen Weg als diesen Geheimscheiß ad acta zu legen!“, so überrascht war ich ob des Interviews mit meiner ganz speziellen Freundin, Frau Malmström, in der FAZ:

Das Interview ist in meinen Augen eher schwammig, dennoch fand ich folgenden Satz bemerkenswert:

Das Bundesinnenministerium hat uns berichtet, dass es unmöglich war, bei den jüngsten Ermittlungen gegen den NSU Verbindungsdaten aus der Vergangenheit zu nutzen, weil es in Deutschland keine Vorratsdatenspeicherung gibt. (C. Malmström in der FAZ)

Hierzu ganz klar von mir: Ich glaube kaum, dass fehlende Vorratsdaten ein ernst zu nehmendes Problem beim Themenkomplex „NSU“ waren, Herr Innenminister!

Wie dem auch sei, gibt es einen Kommentar dazu auf Netzpolitik.org mit einem interessanen Gedankenansatz (ganz unten). Auch der Lawblogger hats kommentiert, wie immer gut argumentiert und nicht ohne Seitenhiebe. Nicht zuletzt hat auch heise.de etwas zum Thema: Neue Richtlinie zur VDS kommt 2013.

Hoffen wirs Beste und bereiten wir uns aufs Schlimmste vor. Das erwischt dann wenigstens nicht kalt.