Archiv des Autors: mdiedrich

Bildershows am Rechner

Eine Dia- oder Bildershow am Rechner zu erstellen, ist an sich kein Problem mehr. XNview, IrfanView und Co. bieten dazu ausreichende Möglichkeiten – bei XNview z.B. können eine Hintergrundmusik als Schleife gespielt, eine Standzeit (für alle Bilder) definiert und Überblendeffekte genutzt sowie die Bildershow in minimaler Zeit als EXE-File exportiert werden.

Will man es ein wenig hochwertiger haben, kommt man um auf Bildershows spezialisierte Software nicht herum. Wie so oft, habe ich da nach OpenSource-Programmen geschaut. Gefunden habe ich PhotoFilmStrip und DVD Slideshow GUI, wobei mir persönlich letzteres mehr zusagte. Auch hier kann man Hintergrundmusik einbinden, jedem Bild individuelle Laufzeiten und Übergänge zuweisen und mit etwas Handarbeit auch den „Ken Burns-Effekt“ nutzen (Zoomen und gleichzeitiges Schwenken über das Bild). Das geht bei PhotoFilmStrip einfacher (da bereits ein Zufallsgenerator Bewegungen vorgibt), allerdings gab es bei mir damit merkwürdige Effekte (fehlender Ton, ruckelnde Schwenks, lange Verarbeitungszeit), so dass ich ganz klar zum DVD Slideshow GUI tendiere, der in einem Arbeitsgang auch gleich eine Präsentations-DVD brennt und damit sogar ein Komplettpaket bietet. Die beiden Programme laufen unter Windows (7 und XP SP3).

Bandnudeln mit Lachs-Soße und Erbsen

(Rezept für 1-2 Personen)

Zutaten:

  • 250g Lachsfilet
  • ca. 100-160g Bandnudeln (breit)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2-3 Handvoll Erbsen
  • 1 EL Schmelzkäse (1-2 Käseecken) oder Sahne (dann intensiver würzen)
  • Brühepulver (Gemüse-), Curry, Pfeffer, Salz, Petersilie, Öl (Raps-, Distel- oder Sonneblumen-), Butter

Zubereitung:

Den Lachs aus dem Tiefkühlfach nehmen und halb auftauen lassen. Die Zwiebel in Würfel, den Lachs in nicht zu kleine Würfel schneiden und scharf anbraten, dabei für etwas mehr Farbe ein wenig(!) Currypulver darüber stäuben und leicht salzen. Die Nudeln kochen. Den Lachs noch nicht ganz gar aus der Pfanne in eine Schale geben und bei Seite stellen, die Zwiebeln in die heiße Pfanne geben und die Hitze reduzieren. Wenn die Zwiebeln leicht angebraten sind, etwas Brühepulver und die Erbsen dazu geben, kurz schwenken und mit etwas Nudelwasser ablöschen. Ein Stück Butter und den Schmelzkäse dazu geben und einrühren. Petersilie überstreuen und mit Salz und Pfeffer sowie etwas Muskat würzen, die Nudeln nicht zu trocken abgießen und mit einem Rest Nudelwasser zur Soße geben. Kurz aufkochen und schwenken. Anrichten in tiefen Tellern und mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer und einem Petersilienzweig – guten Appetit!

VDS, Festnahmen, Bedrohungsbegründung

Dass ich erklärter Gegner der VDS bin und keine Lust mehr habe, auf die ewig gleichen unfundierten Argumente der Befürworter einzugehen, ist bekannt. Daher hier ein paar Links:

  1. Kauder nennt Justizministerin „ein Problem“ (tagesschau 09.09.)
  2. Festnahmen in Berlin – Debatte über Sicherheit (tagesschau 08.09.)
  3. Forderung nach stärkerer Internet-Überwachung (tagesschau 26.07.)

Kommentar ad 1.): Es entbehrt nicht einer gewissen Lächerlichkeit, derart persönlich Bundesminister zu beschimpfen, nur weil sie anderer Meinung sind. Ansonsten hat Herr Kauder sehr eigene Ansichten, mit den Festnahmen eine Terrorgefahr zu begründen (siehe meine Begriffsdefinition) – eine Festnahme als Begründung für terroristische Bedrohungen zu verwenden ist Unsinn, sind die Täter ja gefasst und diente diese Festnahme dazu, die Bedrohung abzuwehren. Beurteilen zu wollen, inwieweit durch die Löschung von Kommunikationsdaten die Ermittlungen erschwert wurden, ist auch eine Stilblüte – da die gelöscht wurden, kann man höchstens evaluieren, welche Kommunikationsdaten möglicherweise hilfreich gewesen wären. Mehr nicht. Schließlich kann man aus dem Nichts nicht ableiten, ob möglicherweise vorhanden gewesene Daten vielleicht hätten helfen können.

Ad 3.):

„Wir brauchen EU-Gesetzesregeln, die vorschreiben, dass extremistische Seiten europaweit gelöscht oder gesperrt werden müssen“, sagte Weber der „Rheinischen Post“.

So weit ist es schon gekommen: Es werden extremistische Seiten als Begründung für weitere Internet-Überwachung und Sperrverfügungen verwendet. Herr Uhl kommt mit seiner Unsinnigen Aussage, die Tat von Oslo sei „im Internet geboren“, und dass im Internet permanent Straftaten begangen würden – auch in Deutschland. Immerhin gibt es in dem verlinkten Artikel ausreichend viele Zitate, die von klarer denkenden Menschen stammen. Das tröstet.

Wir haben ein Problem – und es ist nicht unbedingt Griechenland

Anders als im Titel kann ich es nicht ausdrücken.

Und ich halte es für einen großen Fehler, den Euro und die Idee Europa in einen Topf zu werfen und das Scheitern des einen vom anderen abhängig zu machen, ganz davon abgesehen, dass Europa lange Zeit für unbequeme Entscheidungen nationaler Parlamente vorgeführt wurde. Man muss sich nicht wundern, wenn Geister die man rief irgendwann zu spuken beginnen.

Von den Nachrichten genervt – Zusammenfassung

Langsam gehts mir auf den Pinsel:

  • Ramsauer und seine PKW-Maut: Niemand außer ihm wills, es ist unausgegoren und eine weitere Belastung derjenigen, die „mobil“ sein müssen – aber der Typ hört nicht auf mit der Scheiße zu nerven.
  • Alles wird teurer, die Arbeit und das Brot. So stand es in der Tageszeitung – ich glaube gestern. Brot/Brötchen +3% wegen höherer Rohstoffpreise, Arbeit wird durch den Aufschwung teurer: +1,4%. Aha.
  • Heimliche Durchsuchung in den USA vorwiegend gegen BTM: heise.de/Telepolis. Das heißt also, die Anti-Terror-Befugnisse und Sicherheitsgesetze werden für die Verfolgung von BTM-Delikten eingesetzt und nicht nur gegen Terrorismus. Man kann jetzt darüber diskutieren, ob denn die Verfolgung dieser Delikte nicht ebenfalls richtig ist – dafür wurden die Gesetze aber nicht gemacht und verlängert. Wie gut, dass uns das mit der Vorratsdatenspeicherung nicht passieren kann *hust*. Nach der wird ja nach den Verhaftungen in Berlin auch schon wieder geheult. Immerhin gibt es Gegenströmungen.
  • Strauss-Kahn. Die Nummer in den USA floppte, warum – wird sich nicht mehr herausfinden lassen. Vielleicht hat er die Frau angefasst oder mehr, vielleicht hat die auch nur eine Situation genutzt um sich zu profilieren. Auf den Zug aufzuspringen ist jedenfalls eine ziemlich behämmerte Idee, und jetzt auch noch eine ganz große Welle zu machen, macht die Situation vergewaltigter Frauen keinesfalls besser – sondern eher schlimmer. Man fragt sich, warum die Journalistin acht Jahre gewartet hat, bis es einen anderen Fall gab und dann spontan anfing, damit stumpf an die Öffentlichkeit zu gehen…

*Kopfschüttel*.

Lissabon oder Maastricht?

Spiegel.de: Merkel pocht auf Änderung des EU-Vertrags von Lissabon

Ich frage mich: Wenn weniger Euro-Länder die Maastricht-Stabilitätskriterien verletzt hätten, müssten wir dann am EU-Vertrag zu frickeln versuchen? Fail.

Ich bin für den Euro und halte ihn für eine Errungenschaft, auch wenn auch mir der Abschied von der D-Mark Sorgen gemacht hat. Was in meinen Augen jetzt aber keine Lösung der Probleme bringt, sind überstürzte Änderungen an Basisverträgen. Wichtig ist, klar durch Taten zu zeigen, dass man sein Verhalten zu ändern bereit ist. Weitere Verträge mit verklausulierten Sanktionsmöglichkeiten, die in Ausnahmefällen ausgesetzt werden können, wenn man sich auf den Notfallhaushalt wegen Finanzkriserei beruft, werden uns nicht helfen. Mehr Aufklärung der Bürger ist wichtig, mehr Perspektive und mehr klare Positionierung zu Europa und dem Euro – nicht Glühlampenverbot, Duschkopfregulierung und „mehr Macht in der Union“.

Rossmann schmeißt Paypal raus

heise.de – Rossmann machts richtig. Paypal ist mir schon länger ein Dorn im Auge, auch was die Abwicklung von Reklamationen/Versicherungsfällen und die Bezahlverfahren nebst scheinbar willkürlicher Vorleistungshöhe angeht. Außerdem pocht der Laden immer mal wieder entweder auf verklausulierte Gummi-AGB oder „Vorschriften aus den USA“, wird aber schlussendlich für gewerbliche Verkäufer bei ebay Pflicht. Geht mal gar nicht.

Gedanken zu 9/11

Heute Morgen – schließlich ist Samstag und morgen gibt es keine – stand in der Zeitung ein kleiner Extrateil über den 11. September 2001. Das war nicht nur zu erwarten, auch das Fernsehen bringt speziell auf den News-Sendern ja wieder einiges an Dokumentationen zu diesem geschichtsträchtigen Tag, sondern sogar relativ interessant gestaltet. Da ich lesen konnte, eine damals 12jährige erinnerte sich daran, dass ihre Mutter kreidebleich wurde und Tränen in den Augen bekam und ihr Vater so etwas sagte wie: „Hoffentlich machen die Menschen an den roten Knöpfen das richtige!“, habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie ich diesen 11. September 2001 erlebt habe:

Es begann damit, dass mir mein Vater sagte, ich sollte mal jetzt und sofort den Fernseher anschalten, der Sender wäre egal. Ich tat das also, behielt ihn am Telefon und schaute zu, wie immer wieder ein Flugzeug in ein Hochhaus flog. Als Eilmeldung im Kreis laufend konnte man sich nicht vorstellen, dass das eine Hollywood-Produktion respektive eine groß angelegte Werbeaktion war, und so musste es wohl wahr sein: Ein Flugzeug flog ins WTC. Gut (oder eher gar nicht gut) konnte man sagen: „Das ist eine Katastrophe, technisches Versagen als Ursache, der konnte nicht mehr lenken, warum auch immer!“ – spätestens das zweite Flugzeug belehrte eines Besseren. Dass das Ganze dann ein Anschlag war, war klar, doch bereits nach wenigen Stunden permanenten Verfolgens der Berichterstattung kamen Fragen auf: Warum? Warum hat niemand die Flugzeuge abgedrängt oder abgeschossen? Wo war die AirForce? Eine Übung sollen sie damals gemacht haben, mehrfach soll nachgefragt worden sein, ob es wirklich ein Ernstfall wäre, bevor sich etwas getan hat.

Man glaubte viel und nahm einiges an, noch heute sind aber einige Fragen offen, und wenngleich manche Frage Verschwörungstheorien entsprungen sein mag, gab es zu viele Fragen und Vorfälle, deren Merkwürdigkeit kaum noch zu überbieten ist – auch in der Folge des „9/11“, als dass man sich sicher sein könnte, alles wäre aufgeklärt. Glücklicherweise gibt es ausreichend viele Menschen, die nicht in Panik verfielen und alles für bare Münze nahmen, und so sind wir heute wieder so weit, nicht permanent panisch mit tiefer Angst vor Terror herum zu laufen, wenngleich unser BMI ja vor zwei Tagen erst wieder warnte, auch Deutschland wäre im Fadenkreuz. Bin Laden wurde erwischt (oder auch nicht), Atomkraftwerke (eine der angeblich größten Bedrohungen im Terrorfall) werden abgeschaltet und insgesamt haben es sogar die Körperscanner nicht geschafft.

Harren wir der Dinge die da kommen oder auch wieder verschwinden und hoffen wir, dass so etwas – ganz gleich von dem der Anschlag nun verübt wurde – nicht wieder passiert und uns Terroranschläge gleich welcher Art erspart bleiben.