Archiv des Autors: mdiedrich

Peter Falk ist tot – adieu, Columbo

Peter Falk ist verstorben. Nicht nur aus diesem Anlass sei hier auf die Serie „Columbo“ hingewiesen, in der er als Hauptdarsteller einen Inspektor spielte, dessen Art berühmt wurde und oft auch in Theatervorstellungen oder anderen Filmen und Serien den Charakter von Polizeibeamten und Ermittlern prägt.

„Ruhe sanft, Columbo“, auch wenn der eigentliche Titel einer Folge etwas anders war.

Foto-Portfolio-Mappe

Vor einigen Wochen habe ich davon geschrieben, ein Fotobuch meiner „best of“-Bilder erstellt zu haben. Das gefiel mir schon echt gut.

Getoppt hat es jetzt ganz klar die folgende Aktion: Ich habe mir Abzüge von 20 meiner schönsten Fotos machen lassen – in 20x30cm, auf Fotopapier ausbelichtet. 16 dieser Fotos haben nun den Weg gefunden in einen „Ringbuch-Ordner“ (Portfolio Mappe SVAR Artist 25x35cm DIN B4) mit passenden Einlagen (Polyesterhülle SVAR Polytechno 25x35cm DIN B4). Ich habe sie mittig auf die mitgelieferten schwarzen Einleg-Papiere geklebt mit Pritt Kleberollern (non-permanent), einseitig. Ich denke, die Mappe wird so um die 30 Hüllen fassen, derzeit sind 20 Stück drin. Zwar ist sie aus Kunststoff und hm… sagen wir mal, sie könnte ein klein wenig edler wirken – für ihre 13 EUR ist sie aber mit dem stabilen Kunststoff schon deutlich mehr als ein 08/15-Ringbuchordner (und halt DIN B4, nicht A4).

Mein Fazit zu dieser Aktion: Mit 69ct pro Foto (Pixum), 12,99 EUR für die Mappe und 8,99 EUR für die Einleger (beides von enjoyyourcamera) bin ich mit in Summe 33,02 EUR zwar nicht supergünstig dabei, habe aber das, was ich wollte: Eine durchaus edle und vor allem stabile Verpackung für meine besten Fotos, die auch noch flexibel und jederzeit veränder- oder erweiterbar ist und aus dem Anschauen der Bilder „mehr“ macht.

Terror, VDS und das Wahlrecht

Es ist schon spektakulär, wie manch ein Politiker gewichtet. Wenn der Bundestagspräsident mahnt, das vom BVerfG kritisierte Wahlrecht müsse NOCH IMMER geändert werden, interessiert das kein Schwein.

Wenn sich aber ein ganzes Volk nebst den Verursachern (die EU-Kommission) mit dem Unsinn der Vorratsdatenspeicherung insofern beschäftigt als er in der Regel in Frage gestellt wird, dann muss der Scheiß natürlich standhaft und zügig durchgedrückt bzw. erhalten werden. Schließlich müssen EU-Richtlinien umgesetzt werden, ob sie falsch sind oder nicht.

Anständige Einstiegs- und Mindest-Zuwanderungsgehälter

Als durchaus irgendwie witzig empfinde ich es, wenn mir eine Politikerin via Presse erzählt, 40.000 EUR seien ein „sehr anständiges Einstiegsgehalt für Akademiker“ – und gleichzeitig diese Grenze auch als Gehaltsgrenze für ausländische Fachkräfte ansetzen will (damit man dann Einstiegsgehälter von Akademikern weiter drücken kann, nehme ich einmal an – schließlich gibt eine zuwandernde Fachkraft ja ihre Heimat auf). Frau von der Leyen erhält übrigens laut Bild 16.694 EUR monatlich (zweite Quelle, Abgeordnetenwatch.de), das sind rund 200.000 EUR im Jahr; die NEBENtätigkeit als Ministerin bringt neben dem Bundestagsmandat übrigens allein schon über 7000 EUR monatlich zusammen.

Da hätte ich es auch leicht zu sagen, 40k EUR wären „sehr anständig“.

Der Kontext dazu war übrigens dieser Artikel bei heise.de und das darin beschriebene „Konzept der Bundesregierung gegen den Fachkräftemangel“.

Ausbildungs-Hektik

Jetzt ist es so weit: Der Bachelor-Bullshit verkackt betriebliche Ausbildungen, hektisch müssen jetzige Generationen von Auszubildenden den Fachkräftemangel ausbügeln und am besten nach vermurkster Bildung an zusammengeprügelten Oberschulen schneller den BSc. machen als solide Handwerksausbildungen zu absolvieren und stabile Konstruktionen zu bauen. Wir sehen einer rosigen Zukunft entgegen. Nein wirklich, die Scheiße wird uns weiter bringen. Ehrlich!

Tröstlich, dass es immerhin kurz die Stimme gab, die kund tat: Ohne fundierte und zeitlich ausreichende Ausbildung keine guten Fachkräfte. Ich warte darauf, dass sie mundtot gemacht wird.

Steuersenkungen noch vor der Sommerpause…

meldet der Spiegel online. „Noch vor der Sommerpause“ sollen Steuersenkungen kommen. Und damit wird sich die Regierung mittelfristig erneut als wankelmütig darstellen, denn eine durchdachte Steuerreform oder wenigstens -erleichterung kann man nicht binnen Wochen „mal schnell“ durchprügeln. Das hätte man an bisherigen Entscheidungen erkennen können. Man darf gespannt sein, vielleicht habe ich ja auch unrecht.

Fachkräftemangel: Noch weniger Hürden für „Ausländer“?

Im SpiegelOnline konnte man es wieder lesen: Der Fachkräftemangel, der Fachkräftemangel. Und weil es ja alles soooo schlimm ist (nebenbei sind übrigens die Börsenprofis in Sachen Konjunktur pessimistisch wie zur Finanzkrise, was sich sicherlich auch auf den Fachkräftemangel auswirkt), soll nicht mehr geschaut werden, ob ein Arbeitsplatz vorrangig mit einem deutschen oder wenigstens einem europäisch-stämmigen Arbeitnehmer besetzt werden kann. Erstmal geht es nur um Ingenieure und Ärzte, aber wie das mit dem „erstmal“ immer so ist…

So kann man uns auch ausverkaufen.

Das GEMA-Problem

Ein Autor bei heise-Telepolis will eine unbedachte Äußerung aufgeschnappt haben. Nichts neues, aber aus dem „falschen Mund“ eine interessante Aussage: „das Feststecken der Verhandlungen läge nicht an einer ‚Blockade‘ seiner Verwertungsgesellschaft, sondern daran, dass es in Deutschland ein ’starkes Urheberrecht‘ gibt“. Nach den letztwöchigen und -monatigen Querelen um die GEMA respektive Musikvideos auf Youtube, ist das eine klare Aussage.

Ich selber stoße auch immer wieder auf „officialXYZ“-Kanäle, in denen scheinbar tatsächlich entweder die Urheber der darin enthaltenen Musik oder aber die entsprechenden Labels Musik zu veröffentlichen scheinen. In Deutschland: „Dieses Video enthält Content von LABEL und ist in Deinem Land nicht verfügbar, da die GEMA die Verwertungsrechte nicht eingeräumt hat – das tut uns leid“. Wenn das _solche_ Blüten treibt und die Aussagen das nicht nur wahr, sondern tatsächlich nur in Deutschland so ist, stimmen …

Mich jedenfalls verwundert es immer wieder, dass die GEMA mit ihren Tarifen (und Rabatten und Sonderbedingungen und Pauschalen und Bemessungsgrundlagen) so durch kommt wie das derzeit der Fall ist. Scheinbar bekommen sie jetzt Gegenwind. Kann eigentlich nur den Wettbewerb fördern – hoffen wir, dass das dann hilfreich ist für die Konsumenten und nicht wieder ein Bumerang wird.

Ein bisschen Hintergrund, ebenfalls bei Telepolis.