„Mit Note 2 zu schlecht für den Master“; so titelte der Spiegel Online. Ja, DAS ist die Realität. Die viel gepriesene und von jedem Studenten vermutlich abgrundtief verhasste Reform mit dem Synonym „Bologna“ verschleißt die nächste Generation nachwachsender Fachkräfte, die keine des herkömmlichen Sinnes mehr sind – weder ihrer Ausbildung wegen noch der Akzeptanz des Bildungsweges wegen noch der Inhalte und der Dauer wegen. Akademisch AUS-gebildet ist das nicht, das wusste man vorher. Ein im Vergleich zu Diplomen und Co. „nicht ganz“ bis „etwas mehr als halber“ Abschluss ist der BSc., mehr nicht. Und das Abstellgleis der deutschen Bildung. Andernorts wird darüber nachgedacht, den „Ingenieur“ wiederzubeleben, und sei es nur als „Beipackzettel“ zum Master-Abschluss. Aber eben zum Master. Was ein Bachelor ist, ist damit noch immer nicht klar. Vermutlich nicht besonders viel, wie man ja schon vor der Reform feststellte. Um so trauriger, dass für diese Feststellung wieder zwei Generationen an motivierten jungen Menschen demotiviert, verheizt und einer rentenfähigen Zukunft nur mit vielen Stolpersteinen übereignet werden.
Archiv des Autors: mdiedrich
USA: Gelynchte Sexualstraftäter
Ach, die gute alte Zeit – das dachten sich die Amerikaner zum Thema „Sexualstraftäter“ auch. Was taten sie? Sie veröffentlichten Fotos und aktuelle Anschriften von Tätern im Internet. Was folgte? Familienväter griffen zu Waffen und lynchten die aus der Haft entlassenen Täter. So gesehen auch eine Möglichkeit, diese ohne Sicherungsverwahrung dauerhaft los zu werden…
Europa ist schuld an der schwachen US-Konjunktur
Dümmer gehts immer – aber ein wenig merkwürdig mutet die Aussage, Europa wäre an der schwachen US-Konjunktur mit schuld, schon an. Nur zur Erinnerung: Immobilien. Finanzkrise. Staatsverschuldung. Dollar. Goldpreis. Reicht?
Verkehrsregeln und Notschalter fürs Internet
Man fasst es nicht – ich bin sprachlos. Jedenfalls weiß ich, dass „BDK“ auch als nicht unbedingt positives Kürzel ausgeschrieben werden könnte.
Internetexperten raten Politikern: Tut nichts!
Das mit der Lernresistenz haben wohl auch andere daher-orakelt. „Internetexperten raten Politikern zum Nichtstun“ – genau das, was man der Politik in anderen Bereichen vorwirft, empfiehlt man hier. Leider wohl relativ berechtigt…
Lernresistenz – oder was ist das sonst?
Sind Politiker lernresistent? Ja, offensichtlich – die fortwährende Wiederholung nicht belegter und nicht belegbarer Aussagen macht es nicht besser. „Schnell, schnell!“ hat auch in den seltensten Fällen geholfen oder gar eine Berechtigung, und ein alternativloses „keine Zeit für Recherchen“ ist gerade in der Politik der größte Mist, dem man einem Volk ins Gesicht kotzen kann.
Beratungsstelle für 1,6 Mio. EUR für vdL
„Das Handelsblatt berichtet heute, von der Leyen wolle eine Beratungsstelle einrichten, um ihr Image zu verbessern. Dafür sei ein Budget in Höhe von 1,6 Millionen Euro vorgesehen. Diese Beratungsstelle solle eine Geschäftsstelle außerhalb ihres Ministeriums sein, die, so das Handelsblatt, von der Leyen der Öffentlichkeit offenbar vorenthalten wolle.“ – nicht wirklich, oder? Wobei… in welcher Partei war die doch gleich?! Es ist nicht zu fassen, mit welch nacktem Arsch manche Politiker den Wählern ins Gesicht springen.
vdL oder Schäuble als Präsident?!?!?!???
Er ist kaum zurückgetreten, da geht der blinde Aktionismus wieder los. Von der Leyen und Schäuble als Kandidaten für das Präsidentenamt. Als wäre das nicht erschreckend genug, kommt auch der von Köhler als Rücktrittsgrund genannte mangelnde Respekt vor dem Amt auch seitens der Poltik deutlich zum Vorschein: „Merkel verwies darauf, dass die schwarz-gelbe Koalition bei der anstehenden Neuwahl des Staatsoberhaupts in der Bundesversammlung eine klarere Mehrheit habe als bei der Wiederwahl Köhlers vor einem Jahr.“ – genau so schädigt man das Ansehen und de Respekt gegenüber diesem wichtigen Amt: Man setzt Personen ein, die von vielen Wählern weniger kaum akzeptiert werden könnten, die in Affären verstrickt waren und bzw. oder in Debatten nicht immer die reine Wahrheit sagen oder auf die Argumente ihrer Kritiker in keinem Fall eingehen können oder wollen. Das würzt man mit einer Portion Arroganz und Überheblichkeit und tritt dem eben zurück getretenen Ex-Präsidenten nochmal so richtig schön ins Kreuz. Schwach, sehr schwach.
Nachtrag 02.06.: Muss ich verstehen, warum alles, aber auch wirklich alles, auf die lange Bank geschoben wird – einschließlich der Neuwahl des Bundespräsidenten, jetzt aber auf Teufel-Komm-Raus ein Kandidat binnen nichtmal einer Woche gefunden und präsentiert werden muss? Es stünde der Bundesregierung gut, bei derart wichtigen Entscheidungen einmal durchzuatmen und die Ohren nach außen auf zu machen statt überstürzt Menschen für dieses Amt zu benennen, die unmöglicher nicht passen könnten. In der Ruhe liegt manchmal die Kraft – gewählt wird doch auch erst in 28 Tagen?!
Die Probleme zwischen Staat und Bürger werden überschätzt
Ein mal wieder kenntnisnahme-wertes Interview mit unserem BMI. Ich zitiere: „Die Probleme im Verhältnis zwischen Staat und Bürger werden für meine Begriffe überschätzt.“, „Weil das Internet kein rechtsfreier Raum sein darf. In der analogen Welt wollen wir keine No-go-Areas, in die sich kein Außenstehender mehr hineinwagen kann. Das darf es auch in der digitalen Welt nicht geben. Sonst haben wir vielleicht bald eine Verkehrung der Diskussion, in der wir sagen müssen: So viel Schutz, wie die Verbraucher vom Staat wollen, kann er ihnen im Netz gar nicht bieten.“ und „Es geht nicht zu allererst um Verbote. Auch der Straßenverkehr funktioniert ja nicht, weil Linksfahrer bestraft werden. Er funktioniert, weil das Rechtsfahrgebot in der Bevölkerung auf Akzeptanz stößt.“ sowie „Niemand gibt gern Fehler zu. Allerdings wird eine Entschuldigung im privaten Bereich im Zweifel als honorig akzeptiert. Im öffentlichen Bereich gilt sie eher als Versagen und als Grund für einen Rücktritt. Die Hemmschwelle, einen Fehler zuzugeben, ist deshalb höher. Das ist schade, aber es ist leider so.“ lassen irgendwie tief blicken…
Die Musikindustrie und ihre Verluste durch Filesharing
Die Musikindustrie schönt Verluste durch Filesharing – ich zitiere Loriot: „Ach.“