Archiv der Kategorie: Allgemein

Was sonst nirgendwo passt.

LED-Beleuchtung und DMX-Steuersoftware

In den letzten Wochen taten sich manche Dinge im Hintergrund. Ich habe mich mehr oder weniger auf Anregung (um nicht zu sagen: „im Auftrag“) mit modernen LED-Scheinwerfern und Steuermöglichkeiten (DMX512) befasst. Zu den billigen PAR-„Kannen“ in LED-Ausführung habe ich mich ja schon ausgelassen; heute stand ein Vergleich von Expolite TourLED 21CM und Stairville PAR-64 LED auf dem Programm, wenngleich der Hauptaspekt des Treffens die Verwendung der Freeware DMX-Steuerung „DMXControl“ und des Dongles (USB DMX-Dongle „Mini-USB-DMX-Interface“ von DMX4all.de) war. Voller Erfolg im Ganzen; die PAR-64 sind billig und für „bunt“ voll ausreichend, die Expolites machen dafür flächig gleiches und fokussiertes Licht. Steuerbar war alles sehr simpel mit DMXControl, coole Nummer (LED halt :o)).

Ein Paar Fotos:

 

PAR-64 mit RGB-LEDs: Für 49 EUR preiswert

Fürs Theater habe ich zwei LED-PAR-64 bestellt. Für „Uneingeweihte“: Es handelt sich um Scheinwerfer, die in dieser Bauform eine lange Tradition als „Farbgeber“ haben. Durch einen relativ engen Austrittswinkel und fehlende Linsen sind die Dinger schon immer günstig und „zu nicht viel zu gebrauchen“, vergleicht man sie mit Theaterscheinwerfern.

Gestern Abend habe ich die Dinger mit Christian zusammen bei einem Benefiz-Konzert eingesetzt. Fazit: Wir waren echt angetan. Für 49 EUR sind die Teile zu empfehlen, wir setzen sie ein um eine Wand und eine Säule einzufärben. Coole Sache – aber nicht für alle Anwendungen geeignet.

Nachrichten kommentiert

IT-Sicherheit und Kommunikation:

Tja hm, was soll man da groß kommentieren? Das mit der Ampel ist zweischneidig, betrachtet man die Kriterien. Das ist aber immer so, wenn man mehrdimensionales in eindimensionales abbildet. Dass Kennwörter eine häufige Schwachstelle sind, ist lange bekannt; Virenscanner können selbst bei heuristischer Suche nicht alles finden – auch nix Neues (aber nicht schlecht, dass es mal wieder gesagt wird). Die Websperren-Nummer ist eh Quark, von daher ist es mal wieder ganz schön, das so beispielhaft demonstriert zu bekommen. Ebenso ist die DNSChanger-Geschichte Quark. Sofort abschalten oder die betroffenen User direkt und ausschließlich auf eine Anzeigeseite leiten. So werden da nur wieder illegal Daten erhoben und ein „Feldversuch“ läuft, für was auch immer. In Sachen Fachkräftemangel tja… dagegen müsste man auch schon seit Jahren etwas tun. Aber alle:

Ein weiteres Problem: Im Schnitt jeder dritte Studienanfänger bringe die Ausbildung nicht zu Ende.

Ob man da, nachdem man einige Jahre lang immer wieder zu dieser Erkenntnis gelangte, mal eingreifen sollte? Ich könnte da Anregungen geben…

Damit sind wir beim nächsten Block:

Gehälter und Arbeitsbedingungen:

Auszüge:

Die deutlichste Erhöhung gab es im kaufmännischen Bereich um 4 Prozent für Controller (…) [1]

Überstunden und lange Arbeitszeiten sind durch Projektarbeit und Termindruck in vielen Bereichen der Branche üblich. Das Arbeiten unter ständigem Zeit- und Leistungsdruck gehört zu den am häufigsten genannten Belastungen in der IT-Branche. [1]

Einkäufer legen zudem Wert auf die Möglichkeit, den Preis zu drücken: Freiberuflern, die sich nicht verhandlungsbereit zeigen, kündigen 30 Prozent von ihnen die Kooperation oder arbeiten gar nicht erst mit ihnen zusammen. Bei den Projektanbietern reagieren nur sieben Prozent ablehnend bei fehlender Verhandlungsbereitschaft. [2]

Warum kribbelt es da bei mir im Nacken und ich sehe Ursache und Wirkung?

Frauenquoten:

Ich kombiniere… ich lass es besser. Nein, ernsthaft: Wie man kund tun kann, man möge was Quoten bewirkten aber möge Quoten eigentlich nicht, ist mir schleierhaft. Ansonsten blicke ich bei der Frage nicht mehr durch. Wenn Frauen angeblich so wahnsinnig zum Betriebsklima beitragen und alles viel besser läuft wenn sie mit „am Drücker“ sind, warum sind es dann so wenige? Ist der „Männerfilz“ wirklich so dicht? Warum hat bis heute niemand eine anonyme Studie durchgeführt und die Gründe für die derzeitig geringe Beteiligung von Frauen in höheren Unternehmenspositionen hinterfragt? Ansonsten bin ich arg dafür, hier sehr vorsichtig vorzugehen (wenngleich eine europaweite Regelung ganz sinnvoll scheint): Es ist niemandem damit geholfen, wenn mit der Brechstange Frauen quotiert werden. Das wird Späne geben. Und das kann heftig daneben gehen.

Ex-Präsident Wulff:

Dass ich ihn nicht mehr im Amt sehen wollte, tat ich hier ja deutlich kund. Scheinbar entwickeln Politiker aber eine derartige Realitätsferne, dass der angerichtete Schaden auch durch sein Ausscheiden aus dem Amt nur noch größer wurde. Ich finds unmöglich und denke, hier wäre dringender Handlungsbedarf. In Sachen Realitätsferne verweise ich außerdem nochmal auf den vorhergehenden Punkt „Frauenquoten“ und die Doktortitel…

Kampfhubschrauber in Niedersachsen?

Wenn ich mich nicht extrem getäuscht habe, flog vor etwa einer Viertelstunde ein Apache-Kampfhubschrauber übers Haus. Relativ unverkennbar sind die ja, besonders wenn sie tief fliegen und die Radarkuppel überm Rotor ebenso klar sichtbar ist wie die Wendigkeit und das eckige Äußere. Hier fliegen – meist auch am Dienstagmittag – des öfteren Transportmaschinen in oliv entlang; Hubschrauber waren jedoch eher rot und mit „DRF“ oder dunkel und mit „BUNDESPOLIZEI“ beschriftet …

Update 21.02.2013: Vermutlich wars eher ein Eurocopter Tiger. Sieht ähnlich aus; ich habe gerade eine Reportage gesehen, die genau den Apache und den Tiger vergleicht.

Uni Stuttgart: Schein-Klausur wegen geschlossener Tür bestanden o.O?

Ich kenne die Modalitäten des Studiengangs und die weiteren Prüfungsabläufe sowie den Vorleistungs-Kram dort nicht. Wenn ich zu den Betroffenen gehören würde, die mitgeschrieben aber den Schein nicht bestanden haben, würde ich allerdings zügig einen Anwalt aufsuchen, auch wenn das dazu führen könnte, dass alle „Nicht-Mitschreiber und dennoch-Besteher“ den Leistungsnachweis nicht bekommen. Mit Scheinen um sich zu werfen, statt eine Wiederholungsklausur anzubieten, ist jedenfalls in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht eines jeden Studenten, der gelernt und gemacht und getan hat – außerdem ist ein Schein an anderen Universitäten manchmal schwerer zu erlangen als die Prüfung zu bestehen, von daher kann ich die Diskrepanz zwischen „das ist eine Testklausur die den Studenten ihren Leistungsstand zeigen soll“ und der „Vorleistung für eine Prüfung“ nicht nachvollziehen.

Link: Spiegel.de, „Klausur nicht geschrieben, trotzdem bestanden“

„Cockpit“-Unsinn: Laserpointer unters Waffengesetz

Die Sueddeutsche Zeitung meldet, die Pilotenvereinigung „Cockpit“ fordere, dass Laserpointer unter das Waffengesetz fallen sollen. Das ist ein in meinen Augen absolut durchgeknallter Versuch, mit härteren Strafen und durch unangemessene Verbote zu Lasten der Allgemeinheit an einem Problem vorbei Aktionismus zu betreiben.

Dass die Blendung von Piloten als schwerer Eingriff in den Luftverkehr bewertet werden kann, ist richtig. Dass das zu selten so bestraft wird, auch. Dass deshalb aber Laserpointer als Waffe eingestuft werden, ist kompletter Unsinn. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, Holzklötze und Pflastersteine als Waffe einzustufen, auch wenn nachweislich Menschen dadurch zu Schaden oder sogar zu Tode gekommen sind, weil sie von Brücken fallen gelassen oder auf Köpfe geworfen wurden.

Verschreibungspflicht, Packungsgrößen, Allergien und Selbstverantwortung

Schmerzmittel-Packungen sollen kleiner werden bzw. Großpackungen verschreibungspflichtig. Auch „wurde bekannt“, dass Aspirin und Paracetamol zum Tode führen können. Ich weiß, ich wiederhole mich: „Ach…“.

Dass Paracetamol bei Überdosierung zu Leberschäden führen kann, ist nicht nur lange bekannt, sondern steht auch ganz eindeutig im Beipackzettel. Dass Aspirin wiederum blutverdünnend wirkt, weiß jeder, der mit dem Begriff „TAH“ etwas anfangen kann. Klar, dass dann Blutungen auslösende Operationen verschoben werden müssen.

Auf einem Klebstoff las ich neulich, dass dieser ein Lösungsmittel mit relativ kryptischem Namen enthalte, und dass dieses allergische Reaktionen auslösen könne. Das stand früher auch schon auf den Tuben drauf, nur anders: „Berührung mit der Haut und den Schleimhäuten vermeiden, Dämpfe können Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit hervorrufen, nicht einatmen“. Die letzte Formulierung ergibt sich aus dem gesunden Menschenverstand; in der Regel riechen Lösungsmittel nicht besonders gesund. Die erste Formulierung (die allergischen Reaktionen) ist weitaus schärfer und führte bei mir fast dazu, auf die Anwendung des Klebers zu verzichten (woraufhin ich ein Paar Hausschuhe hätte wegwerfen müssen – mit dem Klebstoff laufe ich seit vier Wochen problemlos weiter auf ihnen, weil sich die noch profilierte Sohle nur an der Spitze ein wenig gelöst hatte).

Zusammengenommen ergibt das meiner Meinung nach relativ klar, dass Anwender von chemischen Verbindungen im Haushalt wieder mündiger werden müssen. Klare Hinweise bei Medikamenten bezüglich der maximalen Einzel- und Tagesdosis (meinetwegen mit Sicherheitsrechnung), noch besser die aus Stoffdatenblättern bekannte LD50-Angabe in mg/kg Körpergewicht würden hier Klarheit auch für Nicht-Mediziner schaffen. Im Gegenzug sollten Hinweise auf Alltagschemikalien aus der Angabe des Stoffs (im Kleber-Beispiel des Lösemittels) und den R- und S-Sätzen bestehen. Der Hinweis, dass dieser Klebstoff allergische Reaktionen hervorrufen kann, ist in meinen Augen kompletter Murks, da weder die Dosis noch der Weg der Aufnahme angegeben sind. Ähnliches gilt für Gartengifte, Anti-Schimmel-Farbe, Sanitärsilikon und Co. – von daher kann ich nur bedingt nachvollziehen, dass jetzt bei Schmerzmitteln so ein Aufschrei kommt.

Ich habe zu diesen Aussagen entgegen gebracht bekommen, dass „doch nicht jeder so viel Interesse an so etwas hat wie ich“ – mag sein. Für den ist dann der bisher auch schon vorhandene Hinweis auf Maximaldosen aber entweder hilfreich und er hält sich dran – oder eben sowieso vergebens, weil er oder sie es nicht liest. SchmerzmittelMISSBRAUCH wird sich nicht dadurch eindämmen lassen, dass man Patienten für zu dumm hält. Entweder, es ist Absicht – oder Fehlverhalten. Und dagegen hilft nur, für alle verständliche Beipackzettel zu schreiben oder sinnvolle Aufdrucke auf lösemittelhaltigen Klebstoffen aufzubringen.