Archiv der Kategorie: Energiewende

Kommentare und Pointer zur „Energiewende“

LED-Licht: Immer brauchbarer

Die lange Zeit, in der ich mich mit Beleuchtungseinrichtungen allgemeiner Art beschäftige, lässt geschichtliche Entwicklungen präsent werden: Während ich nie ein Freund von Energiesparlampen war (Einschaltverzögerung, Quecksilbergehalt, quasi nicht dimmbar) und ich zwischendurch über verschiedene Versuche gewandert bin, LED-Licht im Wohnraum angenehm zu integrieren, ist heute mal wieder ein Durchbruch gelungen: Kaufland hatte LED-Leuchtmittel von LG im Angebot. Für 5,99 EUR/Stück ein guter Preis mit beeindruckend angenehmem Licht.

2700 K mit 470lm bei 6,7 W Leistungsaufnahme ohne Einschaltverzögerung ist schon echt okay und imVergleich zum dem bisherigen Sammelsurium ein deutlicher Gewinn in Sachen Wohlfühlfaktor.

EAN: 8806084415455

LG Modellnummer: B0627EA4N7B

E27-A60 LED-Leuchtmittel als Glühlampenersatz

Der Titel mag sperrig wirken, es geht aber um Ersatzmodelle für die „gute alte Glühbirne“. Ich persönlich bein aus verschiedenen Gründen kein Sparlampen-Freund:

  • Einschaltverzögerung
  • Zerbrechlichkeit
  • Quecksilbergehalt (ja, man kann über das daraus resultierende Risiko diskutieren)
  • Form und daraus resultierendes Aussehen sowie (Un-)Gleichmäßigkeit der Lichtabstrahlung

Nun gibt es ja mittlerweile problemlos LED-Leuchtmittel in diversen Formen zu kaufen. Durchaus gefreut habe ich mich darüber, dass die Standard-Glaskolben-Lampe mit E27-Schraubsockel wenigstens für gerichtet leuchtende Strahler mittlerweile einen LED-Ersatz hat. Da mir die drei Glühlampen (60W + 40W + 40W = 140W) in meinem Deckenstrahler das Einschalten vermiesten (und ich daher lieber im Dunkeln vorm leuchtenden Monitor saß, was auf Dauer auch nicht gut tut …), habe ich den Kauf von drei Modellen gewagt. Zwei waren gut, eines in meinen Augen kompletter Mist.

Bestellt habe ich alle drei Modelle bei Reichelt Elektronik, die Lieferung erfolgte gewohnt problemlos und zügig. Ich weise hier explizit darauf hin, dass ich keine Qualitätsprüfung mit angemessener Stichprobe durchgeführt, sondern nur drei Modelle aus dem Angebot dieses Versenders bestellt und in die passenden Fassungen geschraubt und sie eingeschaltet habe. Die Aussagen beziehen sich also nur auf die mir vorgelegen habenden Modelle und Chargen.

Modell 1: GreenLED EMS27A60-wt (Art. 0308)

  • warmweiß (2700 K)
  • 900 Lumen
  • 9W
  • angegebene Äquivalenz zu einer 75W Glühlampe (herkömmlich)
  • nicht dimmbar
  • knapp 20 EUR
  • EAN 4250340103084

Dieses war die erste Lampe, die ich bestellt habe. Ich war begeistert! Das gute Stück ist hell, strahlt ein angenehm klares warmweißes Licht ab und weist keine Einschaltverzögerung auf.

Modell 2: zenaro LED A60 Lamp, SL-60B Series

  • warmweiß (2700 K)
  • 600 Lumen
  • 8W
  • angegebene Äquivalenz zu einer 40W Glühlampe (herkömmlich)
  • dimmbar
  • ca. 16 EUR
  • EAN 4250566347637

Dieses Modell war das letzte das ich bestellt habe. Auch hier gibt es keine ernst zu nehmende Einschaltverzögerung (es scheint, als würde die Leuchte schnell aufgedimmt, das kann aber auch täuschen), das Licht ist ebenfalls warmweiß – aber etwas violetter als das des ersten Modells.

Modell 3: LED Globelampe 480 Lumen, 7 Watt (absichtlich ohne Nennung des Herstellers)

  • warmweiß (3200 K)
  • 480 Lumen
  • 7W
  • angegebene Äquivalenz zu einer 40W Glühlampe (herkömmlich)
  • nicht dimmbar
  • knapp 10 EUR

Überhaupt nicht überzeugen konnte mich dieses Modell. Die sichtbare Einschaltverzögerung (bei zwei Exemplaren noch dazu unterschiedlich lang) widerspricht meinem Verständnis der LED-Technologie. Die Angabe des Lichtstroms verwunderte mich ein wenig, da 480lm im Vergleich zu einer 40W-Lampe eher wenig/an der unteren Grenze scheinen. Für dieses Leuchtmittel mag es einen Anwendungszweck geben – wenn ich aber für eine „simple Glühbirne“ wesentlich mehr als früher ausgeben soll, muss sie meinen zugegebenerweise nicht ganz geringen Erwartungen genügen. Ging Retour. Danke für den sehr schnellen Austausch/Absendung meiner Neubestellung des zweiten Modells!

„Nebenbei“ fiel im Laufe der Zeit noch eine Sockel GU-10-Lampe ab. Ebenfalls von GreenLED (GUSC1015-ww, Art. 0016) mit 5,3W und 450 Lumen. Macht sich sehr gut in einem kleinen PAR-16-Strahlergehäuse und erhellt damit meinen Computertisch nebst Tastatur. Ebenfalls warmweiß ist sie mittlerweile das Dauerlicht am Arbeitsplatz.

Aigner blockiert Windenergie-Ausbau? Nachtrag: Interview mit Tennet-Chef

taz.de: Aigner blockiert Windenergie-Ausbau

Nachtrag: Spiegel online mit einem Interview – Tennet-Chef Lex Hartman

Was ich mich nach dem Lesen des Artikels frage: Ist ihre Forderung, dem Konsumenten nicht das Risiko aufzubürden, wirklich so merkwürdig? Dann wäre mein Verständnis es auch.

Und weiter frage ich mich, was so schwer daran sein kann, gemeinsam rechtliche Grundlagen dafür zu schaffen, dass private Investoren die Sicherheit haben, dass ihre Investition Bestand hat – ohne sie zu bestechen. Es muss doch möglich sein, Umweltschutz, Verbraucherschutz und Wirtschaftsinteressen zusammen zu bekommen?! Dazu gehören gemeinsame Pläne zum Aufbau des Ganzen – und wer schludert oder zu lange braucht, zahlt den anderen ihre Kosten zurück. Stattdessen wird dem Stromabnehmer erzählt, erneuerbare Energien würden die Strompreise in die Höhe treiben (ein ebenso wenig nachvollziehbar be- wie widerlegter Punkt), das ganze gestalte sich schwierig und so weiter. Leute, Ihr habt VORHER planen können, über JAHRE! Vielleicht sollte man – achtung, unbewiesener Vorwurf impliziert – mal wieder realistisch planen statt bei Großprojekten plötzlich erstaunt zu tun und „ach, daran haben wir nun nicht gedacht“ zu sagen!

CCS: Altmaier ist dagegen – der Bevölkerung wegen?

Die TAZ: Umweltminister gegen CCS-Technologie

Wir müssen realistisch sein: Gegen den Willen der Bevölkerung ist eine Einlagerung von CO2 im Boden nicht durchzusetzen (…) Für Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke mit CCS-Technologie sehe ich derzeit in keinem einzigen Bundesland eine politische Akzeptanz. (Altmaier in der Saarbrücker Zeitung)

Ich mag es so formulieren: Es wäre gut, wenn er meint, was er sagt. Tatsächlich halte ich persönlich CSS für dumm. Und nicht zielführend.

Ziel muss sein, die Emission von umweltrelevanten Stoffen zu verringern oder zu verhindern – nicht, sie unter die Erde zu bringen ohne die Folgen zu kennen. Wünschenswert wäre es, die Technologie auch tatsächlich als „gescheitert“ zu betrachten und nicht (wie im Falle von Atommüll) mehrere Generationen für die Gewinne ihrer Vorgänger aufkommen zu lassen oder sie „irgendwoanders“ in mehr oder weniger kaum besiedelten Gebieten dann doch einzusetzen (und dafür lange Transportwege in Kauf zu nehmen, auf denen wieder Energie gebraucht wird …).

Nachrichten – kommentiert

Der Unsinn mit den Massengentests (lawblog): Ich halte von denen schon lange nix mehr. Schon weil die „Freiwilligkeit“ scheinheilig ist. Wenn jemand „nein“ sagt, sagt derjenige nein – und dabei hat es zu bleiben, wenn kein konkreter Verdacht gegen ihn vorliegt. Und nein, „männlich, 16-35 und hat mal in Kiel gewohnt“ ist nicht konkret. Ganz davon abgesehen, dass (wenn das Suchraster nicht passt) auch der „Ausschluss der eigenen Person“ ziemlicher Tüddel als Erfolgsgarant sein dürfte: Schließt der Massengentest aus der Zielgruppe des Rasters alle außer einer Person aus (weil alle anderen hingehen), heißt das eben nicht, das diese letzte Person der Täter ist – vielleicht war der nämlich schon im ursprünglichen Raster nicht enthalten und daher gar nicht unter den angeschriebenen Personen. Suggestiver als unten zitiert gehts also kaum (vulgo: „Wenn Du nicht kommst, bist Du tatverdächtig; wenn alle anderen außer Dir kommen, bist Dus gewesen“). Zitat aus der Pressemeldung der Polizei:

Zu diesem Zweck erhalten über 3.000 Männer am 22. beziehungsweise 29. Mai einen Brief von der Kriminalpolizei mit der Bitte, an der Aufklärung der Tat mitzuhelfen und beizutragen, den Tatverdächtigen durch den Ausschluss der eigenen Person zu identifizieren.  (Presseportal.de)

Schadet das Betreuungsgeld der Integration (Telepolis)? Natürlich – hätt ja keiner drauf kommen können (wobei das Argument schon in Richtung Hartz IV-Empfänger mal leise zu hören war).

Ausstieg aus EURATOM (Deutscher Bundestag, Telepolis)? Jo. Dafür.

Wichtigkeit von „nachfolgenden Generationen“ in der Regierung? Deutlich geringer als sie es später als ARBEITSKRÄFTE!!!!!11! sind (Link: Spiegel online). Gut, wissen wir nicht erst seit gestern, sprechen doch Betreuungsgeld, Bologna-Prozess und Co. eine deutliche Sprache.

Streit um rechtmäßige Megaupload-Daten (taz) – die US-Regierung soll „keinen Präzendenzfall wollen, dann könnten ja andere kommen“. Ja ach… was ist denn sonst wohl der Sinn daran, das jemand SEINE Daten von einem Hoster zurückhaben will? Wer „Urheberrechte schützen will“ und dafür mit der ganz großen Pranke zupackt, sollte damit rechnen MÜSSEN, dass die Generierung von Kollateralschäden verdammt teuer werden kann. Und nein, ich finde es nicht richtig, dass manch Mensch mit urheberrechtlich geschützten Werken anderer Kohle generiert. Wenn der aber allgemeine Hostingdienstleistungen anbietet, dann dürfen die von Kunden dort gespeicherten Daten nicht pauschal als „urheberrechtlich geschütztes und damit illegal veröffentlichtes Material“ gelten.

mySQL-Datenbank-Zugang ohne Passwort: Dumm gelaufen (heise.de).

EU-Datenschützer warnen vor Risiken intelligenter Stromzähler (heise.de): Versteh ich. Klarer Ansatz: Die Verbrauchsdaten (meinetwegen vom Zählerstand abgesehen) verlassen den Zähler nicht über $Schnittstelle, sondern AUSSCHLIESSLICH über eine SD-Karte oder vergleichbares. Am besten wird der Kram auch gleich NUR auf der gespeichert. Vorteil: Ohne Zugriff auf den Zähler geht nix. Vorteil: Steckt der Benutzer die SD-Karte seines Zählers in den Rechner (und hat dafür ein Zeitfenster von 15-30 Minuten), kann er mit einer Software auf seinem PC (meinetwegen in Java im Browser) eine Auswertung bekommen und mit Klick auf den Knopf „ja ich möchte ein verbrauchsbezogenes Angebot von meinem Energieversorger erhalten und stimme der Übermittlung meiner Zählerdaten an $Versorger hiermit ausdrücklich zu“ dafür sorgen, dass er allen Komfort und die automatischen Beratungsmöglichkeiten nutzen kann, wann immer ER es möchte. So einfach ist Datenschutz ;).

Der Blackout per Zockerei: Absicht oder dumm gelaufen?

Telepolis titelt anders: „Schachern bis zum Blackout?“

Ich unterstelle nicht per se, dass hier absichtlich auf Kosten der Netzstabilität gepokert wird – unter Inkaufnahme des möglicherweise im Rahmen der Energiewende von ihren Gegnern ja fast schon erflehten Blackouts. Dennoch denke ich, dass – sofern es zu einem erzockten Blackout kommen sollte – hier wieder viel Fehlinformation verteilt würde und nicht das Börsenspiel, sondern die „zu wenig ausgebauten Netze und die Vielzahl unzuverlässiger regenerativer Energieeinspeiser“ zum Sündenbock erklärt würden. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt.