Nachrichtenüberblick – kommentiert

Etwas überrascht war ich, als ich eben die News des Tages überfliegen wollte – und so einiges fand, was nicht nur mein Interesse fand, sondern auch eines Kommentars würdig schien:

  1. Energiewende: Dass der Strompreis nicht ganz ungelogen ist, wissen wir schon länger, es ist aber schön, wenn das immer mal wieder belegt wird.
  2. Energiewende: Eine Frage der Haftung. Dass da auch wieder nicht alles sinnvoll ist, war klar. Dass aber jetzt auch hier Haftungsrisiken von den Firmen genommen werden und diese nicht etwa eine Versicherung dafür bezahlen müssen, nicht. Finde ich auch nicht richtig. Wers verkackt, bezahlts.
  3. Energiewende: Altmaiers 10-Punkte-Plan ist lesenswert. Man muss nicht mit allem einverstanden sein und kann manchen Satz als Schaumschlägerei abtun, im Wesentlichen finde ich aber schon den Weg, so Transparenz zu schaffen, löblich. Auch löblich finde ich grundsätzlich, kostenlose Energieberatung anbieten zu wollen – hier frage ich mich allerdings manchmal, wieviel ich persönlich noch einsparen kann, ohne Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden befürchten zu müssen. Das Tragen eines Pullis oder einer Sweatshirt-Jacke im Winter spart Heizkosten, klar; das mache ich aber ebenso schon, wie ich meinen PC-Arbeitsplatz mit LED-Spots beleuchte (mit Frostfilter, damits nicht so grell ist…). Effizienz und Sparsamkeit sind aber sicherlich sinvolle Wege und in Zusammenhang mit Aufklärung auch begehbar.
  4. Web-Technologien: CSS bekommt Variablen. Das ist gut. Farbwerte z.B. bei Nutzung eines Corporate Design EINMAL in einer Variablen zu definieren, ist hilfreich. Bisher ging das nur über den Umweg, die CSS-Definitionen entweder durch ein Skript (php z.B.) on-the-fly zu generieren – oder mittels Suchen und Ersetzen jedes Auftreten im File zu ersetzen. Und wehe, dabei ging etwas schief… ;).
  5. IT-Sicherheit: Trojaner-Flut oder Statistik? Beide Zählweisen sind nicht falsch – die eine macht aber viel Lärm um wenig. Daher: Immer nach der Zählweise oder der Normierung gucken!
  6. IT-Sicherheit: Nicht so wichtig, scheint mir. Jedenfalls wenn man das Verhalten des im Artikel genannten namhaften Herstellers von Software betrachtet. Leute, Leute …
  7. Sicherheitsbehörden und Anhängsel: Die „junge Polizei“ verlangt ein Ende der Anonymität bei Facebook z.B. durch Post-Ident. Genau. Weil dann jeder Deutsche „echt“ ist, jeder Nicht-Deutsche bei Facebook aber der Mann im Mond. Und warum? Damit ohne Richtervorbehalt jederzeit auf Bestandsdaten zugegriffen werden kann, wenn jemand eine Partyeinladung veröffentlicht. Hakts jetzt ganz aus? Gegen die Möglichkeit, Polizeilich die Einladung zu beenden bzw. den eindeutigen Hinweis darauf einzubauen, dass die Party behördlich verboten/eine maximale Teilnehmerzahl festgesetzt wurde, wäre doch auch ein Weg oder täusche ich mich? Das geht dreimal, dann ebbt es ab …
  8. Sicherheitsbehörden und Anhängsel: Beschwerde gegen Verbot anonymer Prepaid-Verträge. Irgendwie hat bei mir das Argument, man würde Bomben grundsätzlich mit Handies zünden – und daher müssten diese registriert werden – noch immer nicht funktioniert …
  9. Arbeitsleben: Flexibel, mobil und krank. Tja. Wissen wir nicht seit Jahren, woran es liegt? Nein nein … wir probieren das noch ein bisschen aus und gucken, wann es so schlimm wird, dass 30% Fehltage im Durchschnitt auftreten. Da haben wir noch ein paar Jahre!
  10. Assange, die Briten und die Ecuadorianer: Eine gewisse possenhaftigkeit birgt das Thema mittlerweile schon. Dass die Briten so weit gehen würden, die Erstürmung einer Botschaft direkt oder indirekt anzudrohen, ist schon hart. Aber die prangern ja auch Steuerhinterzieher öffentlich an. Und sie haben ein Gesetz, mit dem sie den exterritorialen Status einer Botschaft aufheben können, um einen Straftäter festzunehmen. So es sich denn um einen handelt und der jetzt nicht schon Staatsbürger des anderen Landes ist und politisches Asyl bekam nebst Diplomatenstatus … wenns nicht um einen Menschen ginge, würde ich nach Popcorn fragen.
  11. Staatsfinanzen: Schulden und Tilgung mal anders.
  12. Arbeitsleben (Nachtrag): Ein Witz ist es, wie immer wieder über Rentenkürzungen/längere Lebensarbeitszeit öffentlich debattiert wird. Es zeigt aber immerhin, wie heutzutage getickt wird – ein erschreckendes Bild. Und extrem unmotivierend, ist der spürbare Tenor doch: „Arbeite bis Du nicht mehr kannst – und wenn Du nicht mehr kannst, arbeite weiter bis Du stirbst und keine Rente mehr kostest“.

Schnuppengucken – die Perseiden

Nach einem ziemlich coolen 70ten Geburtstag wars eh schon weit in der Nacht, der Sternenhimmel wunderschön klar und ich sowieso wieder richtig wach, so dass ich den Weg ins Feld antrat, „Schnuppengucken“. Es hat sich gelohnt, wenngleich das Bildmaterial nur wenige Sternschnuppen zeigt – sie neigen nicht dazu, während der schon etwas längeren Belichtungszeit im Blickwinkel des Objektivs aufzutauchen *schmunzel*. Heute Nacht gehts nochmal, wenn schönes Wetter ist. Fazit: Machen, wenn man nicht gar so rüh raus muss. Ich denke, ab kurz nach Mitternacht müsste was zu sehen sein.

Google und die Rechteverwerter

Golem.de: Google versteckt Webseiten wegen Urheberrechtsverletzung

Tja, was soll ich sagen – meine Meinung, dass da eine Menge Bullshit läuft, ist bekannt. Extrem witzig finde ich aber, dass jetzt Suchergebnisse manipuliert werden (sollen), weil irgendjemand irgendwen abgemahnt hat (ob berechtigt oder unberechtigt, ist ja wie so oft nicht mehr das Kernkriterium) – und dass die Musikindustrie statt bei Google Werbung für die „unzähligen legalen Möglichkeiten (…) Filme und TV-Sendungen online zu erhalten“ (vgl. Artikel oben) zu bezahlen, diese Ergebnis-Manipulation als „neue Bereitschaft, die Rechte der Kreativen zu achten“ quasi gefordert wird.

Liebe Leute, hättet Ihr gleich nutzbare Portale zu bauen begonnen und würdet Ihr nicht teilweise echte Wucherpreise für -zensiert- verlangen, würden auch mehr Menschen ganz von alleine und frewillig qualitativ hochwertige, nicht ver-DRM-te Musik- oder Filmwerke aus ebendiesen konsumieren. Ganz davon abgesehen, dass die Milchmädchenrechnung des entgangenen Gewinns nicht aufgeht, nach der jeder Online-Betrachter einer wackelig mit miesem Sound kaputt-abgefilmte Version eines angeblichen Kino-Kassenschlagers die DVD nicht mehr kauft. Ich für meinen Teil kaufe einen Film, der gut ist – Filme, die mich nicht interessieren, gucke ich auch nicht verwackelt nur um sie gesehen zu haben!

Steuer-CD, Steuer-CD… NRW… NRW…

Jo. Es ist wieder so weit, meine Damen und Herren, 9 Millionen wurden angeblich für vier CDs mit Daten aus Schweizer Banken bezahlt, das ist aber „kein aktives Bemühen um Daten aus Schweizer Banken“ (taz.de).

Ist es auch nicht aktiv, pauschal klar zu machen, dass man extrem zahlungswillig ist, wenn der Zeuge kein Zeugnisverweigerungsrecht hat und mit geklauten Daten um die Ecke kommt, die vielleicht, vielleicht aber auch nicht, mehr Geld wert sind als sie gekostet haben? Ich nenne so etwas weiterhin mit den Grundlagen des Rechtsstaats nicht vereinbar und werde bei einer möglicherweise notwendigen, erzwingbaren Zeugenaussage zu ganz gleich welchem Verfahren beim nächstenmal den ermittelnden Beamten auch nach einer Belohnugn fragen…

Spontantrip: Brockenwanderung

Spontan wars – nachdem mehrere Tage lang gutes Wetter war (auch auf dem Brocken) und ich irgendwie sowieso mal wieder rauf und mich bewegen wollte, kams spontan: Kaum war die Wetterwarnung am Samstag aufgehoben, gings am Nachmittag gegen 14 Uhr los. Von Torfhaus aus über den schon bewanderten Goetheweg wanderte ich in neuer Bestzeit (weniger Fotos gemacht ;)) rauf. Oben gabs eine leckere Bockwurst beim Brockenwirt (einschließlich passendem Brötchen – zwanzig Minuten vor Ladenschluss), dazu eine Cola.

Bei tollstem Sommerwetter aber eher milden bis kühlen Temperaturen (oben auf der Kuppe war doch „Jacke“ angesagt, spätestens mit etwas Wanderschweiß wurde der Wind nämlich echt kühl), blauem Himmel mit fotogenen Wolken und natürlich der Kamera im Gepäck wars ein toller Tag. Ein paar Impressionen:

Älterer Laptop: Pflege lohnt sich

Nebenbei abgearbeitet: Laptop-Pflege.

Windows recovert nebst vorherigem Komplettbackup und Datenkopieraktion, diverse OpenSource-Software installiert, Reinigung des Lüfterbereichs und der Tastatur. Muss auch mal sein ;).

Schülerzahlen sinken – weniger Lehrer nötig?

taz.de: Stellenstreichungen an Schulen – Pädagogen stopfen Haushaltslöcher

Schade. Der Rückgang der Schülerzahlen wäre eine Möglichkeit gewesen, die Bildungssituation zu verbessern, indem nicht nur dritten und zehnten Klassen kleinere Klassenverbände ermöglicht werden, sondern indem z.B. auch Ausfall- und Krankheitszeiten durch „Reservepersonal“ hätten kompensiert werden können. War wohl nix.