Naja, Abendsonne kann man es ja fast nicht mehr nennen, ist der Sonnenstand doch schon ab 15/15:30 Uhr deutlich niedrig. Ich musste in die Stadt und hatte die Kamera dabei.
- Halb- und Insel im Juessee
Naja, Abendsonne kann man es ja fast nicht mehr nennen, ist der Sonnenstand doch schon ab 15/15:30 Uhr deutlich niedrig. Ich musste in die Stadt und hatte die Kamera dabei.
Das Fazit vorweg: Es war einfach toll. Ich kann entsprechend jedem empfehlen, die ungefähr 17 Kilometer zu Fuß (8,x pro Richtung) zu wandern bzw. sich an einem schönen Tag auch wirklich auf den Weg zu machen. Ob es auch auf dem Brocken schön ist, kann man per Brockencam vorher nachsehen. Im Winter empfiehlt sich vermutlich eher die Fahrt mit der Brockenbahn, die sicherlich auch ein Erlebnis ist.
Die Vorgeschichte: Eigentlich wollte ich am gestrigen Samstag „früh aufstehen und auf den Brocken wandern, ab Torfhaus über den Goetheweg„. Das war nix, aus verschiedenen Gründen. Ich war relativ unzufrieden (wenn nicht sogar verärgert) deswegen, denn das Wetter war schön und der Brocken ist nah genug, um nach dem Aufstehen zu entscheiden, dass man die Wanderung machen möchte. Ich wäre nicht vor 12:30 Uhr los gekommen, und da es derzeit gegen 17 Uhr durchaus dunkel ist, war mir das zu spät (ein bisschen Licht fürs Fotografieren ist ja auch nicht unwichtig, und den Rückweg wollte ich auch ganz gern im Hellen beenden).
Mittlerweile muss ich sagen: Glücklicherweise hats nicht geklappt! Das Wetter am heutigen Sonntag war einfach traumhaft und noch schöner als am Vortag. Ich habe nicht glauben können, dass wir November haben. Ich hm… ich war auf dem Brocken. Bei +15°C (ja, PLUS!) und strahlendem Sonnenschein. Ohne Jacke! Beweisfoto? Klar. Per Selbstauslöser, zweiter Versuch (beim ersten stand ich nicht mittig genug) ;).
Wenn die ca. 300 Fotos gesichtet sind (viele Doubletten: mit/ohne Polfilter, verschiedene Belichtungen im kontrastreichen Wald, teilweise gleiche Motive bei Mittags/Spätnachmittagssonne etc.), werde ich sicher noch etwas ins Blog bringen dazu. Schön wars, klare Empfehlung :)!
Andere Teile der Wanderung:
Nicht nur die GEMA scheint manch Merkwürdigkeit an den Tag zu legen: heise online – Sammelklagen könnten Labels teuer kommen
Nein, nicht ich bin in der Asse „verschütt gegangen“, auch wenn ich einige Tage nichts geschrieben habe. Die politischen Ereignisse überschlugen sich (Griechenland, EFSF und Co.), Fukushima tauchte mehrfach in den Nachrichten auf, Börse und Co. fuhren auf und ab – und meinereiner war vorrangig mit Arbeiten für die Theatergruppe AfterEight beschäftigt statt Nachrichten zu lesen und diese im Blog zu kommentieren.
Heute ein Kommentar: Wenn das Bundeskanzleramt der Landesregierung Niedersachsens derart misstraut, ist entweder das Verhältnis zwischen den beiden kein gutes – oder in den Akten stehen Dinge, die besser nicht drin ständen. Wie es auch ausgehen mag, es wird katastrophal.
Normalerweise trinke ich gern Cappuccino. Italienisch im Café oder auch aus Pulver am Morgen, deutlich weniger „echt“. Als ich den knallroten Warn-Aufkleber „Neu: verbesserte Rezeptur“ auf der Dose meines bisher bevorzugten Pulver-Produkts gesehen habe, hätte ich die Finger davon lassen sollen. Ein Vergleich der Zutaten nach dem Kauf mit der alten Mischung offenbarte, dass Sand (Siliziumdioxid), Glukosesirup und Aroma dazu gekommen sind, aus 15% Bohnenkaffee-Anteil dafür aber 12% wurden. Das klingt erstmal nicht viel, ist aber eine Verringerung des Kaffee-Anteils um 20% (=3 Prozentpunkte von 15)!
Nach dem Aufgießen fand ich einen Haufen merkwürdigen Schaums auf meiner Tasse, der nach kurzem Umrühren und einer merkwürdig anmutenden Art, den Löffel zu verlassen, zusammenfiel und knapp 1cm „Luft“ in der Tasse hinterließ. Nachgeben von heißem Wasser führte zu nicht viel; die Tasse war dann wieder voll, am Tisch allerdings war nochmal ein Rückgang des Füllstands zu vermerken – wohlgemerkt ohne dass ich auch nur einmal an der Tasse geschlürft hätte oder dies jemand anderes getan hat.
Laut Zubereitungsempfehlung auf der Packung sind nicht mehr wie früher 3-4 Teelöffel, sondern jetzt 4-5 Teelöffel pro Tasse vom Pulver zu verwenden.
Im Fazit heißt dass, dass der Kunde ein Produkt kaufen soll, das einen geringeren Wert an Inhaltsstoffen hat, dafür aber höher im Verbrauch ist. Das ist dann eine „verbesserte Rezeptur“? Sorry, Leute: Veralbern kann ich mich auch alleine…
Aus Gründen des Selbstschutzes verrate ich hier die Marke nicht; es handelt sich allerdings um einen namhaften Hersteller derartiger Instant-Produkte, von dem ich ein solches Gebaren eher nicht erwartet hätte. Es ist keinesfalls ausgeschlossen, dass mein Geschmack einfach ein anderer als der der Masse ist und natürlich steht es einem Hersteller frei, seine Produkte zu verändern – hier ist dies zwar meiner Meinung nach objektiv begründet zuungunsten des Kunden ausgefallen, vielleicht gibt es aber viele Kunden, denen das Produkt jetzt besser gefällt, der Markt wird es regeln.
Das betroffene Unternehmen bietet einige Alternativ-Produkte im Cappuccino-Bereich sowie auch gänzlich andere und durchaus schmackhafte Instant-Produkte an, teilweise mit leicht höherem Preis – so abschreckend die geschilderte Erfahrung also war, ist meiner Meinung nach ein Boykott dieses Herstellers natürlich nicht sinnvoll; vielmehr kaufe ich dieses eine Produkt nicht mehr und werde nach einigen Tagen des Aufbrauchens der gekauften Packung überprüfen, ob ein Gewöhnungs-Effekt eintritt, oder das Produkt tatsächlich so mies ist wie es beim ersten Versuch auffiel. Alternativen gibt es ja, von mehreren Herstellern, auch von dem von diesem einen Produkt betroffenen.
heise.de – es ist schon grandios, was manchmal so mit Antiviren-Software-Updates verbreitet wird. Manchmal frage ich mich, ob die Hersteller die in der Vergangenheit manchmal beim Thema „Zero-Day-Exploits“ genannten „umfangreichen Tests der Updates“ tatsächlich durchführen. Ja, da kann auch mal so ein Eigentor passieren. Dass man sich aber gleich selber als trojanisches Pferd identifiziert, ist extrem selten. Meist musste bisher Windows dran glauben *schmunzel*.
telepolis: Energiewende paradox. Wenn wahr ist, dass derart umverteilt wird, ist das Lobbyismus-Politik-Geflecht noch problematischer als ich das bisher schon annahm…
Zitate:
Der Chaos Computer Club heißt so, weil er genau dieses Selbstverständnis hat
Die [Piratenpartei, Anm. d. Bloggers] heißen so, weil sie die Produktpiraterie im Internet zum eigenen Programm erhoben haben.
Wenn der Datenschutzbeauftragte in ein paar Wochen seine Überprüfung abgeschlossen hat, muss auch weiterhin eine Telekommunikationsüberwachung möglich sein.
Kommentar: Dunning-Kruger-Effekt? Zerrbild der Realität? CDU? Man weiß es nicht…
Bundestags-TV auf Phoenix habe ich gerade geschaut. Der Antrag der Grünen, Entscheidungen zur Hebelwirkung im Bundestag und nicht im Haushaltsausschuss zu treffen (keine neue Kritik übrigens) fand eine lächerliche Erwiderung durch Norbert Barthle, CDU. Gott sei Dank verfolgen so wenige Wahlberechtigte derartige Debatten, das Geseiher war unterirdisch. Die deutliche Rede für die Demokratie und ordentliche politische Arbeit des Parlaments seitens Herrn Trittin wies einige klare Kritikpunkte auf – und außerdem den Passus, man wäre grundsätzlich mit den Änderungen einverstanden, würde auch der Regierung keinen Vorwurf machen etc. pp.
Die Erwiederung enthielt heiße Luft, Überheblichkeit, oberlehrerhaftes Getue und keinerlei tragfähige Gegenargumente. Vielleicht sind die auch im arroganten Geschwurbel unter gegangen; ich persönlich habe keinerlei griffige Aussagen, sondern lediglich Interpretationen und Auslegungen von „Leitlinien“ gehört. Die Kurzintervention von Barthels „Kronzeugin“ wurde auf dieselbe Weise beantwortet; ich persönlich habe das Gefühl, C*U-Politiker haben diverse Kompetenzprobleme und sollten sich einmal fragen, ob sie sich in einem amerikanischen Gerichtssaal (wo man ja scheinbar in manchen Fällen mit Schlammschlachten Verfahren gewinnen kann) oder im Deutschen Bundestag (hier gehe ich davon aus, dass Entscheidungen aufgrund von belegten Tatsachen und wissenschaftlicher Betrachtung gefällt werden) befinden.
Manchmal sollte man einfach in einem Gesetz auch einmal klar stellen, was eben NICHT gemacht werden soll oder darf.
Jetzt läuft gerade die Aussage der FDP/Otto Fricke. Gleiches Arroganz-Geseiher („sie verstehen das wieder nicht“, „sie sollten mal zuhören“, „Sie erklären das dann vielleicht noch Herrn Oppermann“, …). Mann mann mann.
Die Kritik von den Linken war rednerisch nicht schlecht. Sogar trockene Kritik am Ende am Antragsteller war dabei, allerdings nicht überheblich, sondern knackig.
CSU/B. Kalb: „veranstalten Popanz, falsche Tatsachen, hinein interpretieren was nicht drin steht, es ist doch nicht verboten darüber nachzudenken, …“ – gleiche Nummer. Hören die sich nicht mal selber zu? Immerhin hat er dann scheinbar halbwegs die Kurve zu Argumenten und Sachlichkeit gefunden (auch erkennbar übrigens an seltenen Beifallsstürmen und wenigen Einwürfen).
Am Freitag,den 14. Oktober 2011, verfasste ich folgende Zeilen:
Spiegel online/Sueddeutsche Zeitung – laut Bericht sind 3 oder 4 Mio. EUR für „erstklassiges Material“ bereits vor einem Jahr bezahlt worden.
Ich halte nach wie vor nix von dieser Hehlerei. Sie höhlt das Vertrauen in den Staat noch weiter aus, der mit dieser Nummer zeigt, dass er immer wieder bereit ist, Datenklau aus ganz gleich welcher Quelle (und wenn es der Bundestrojaner ist – *hust*, ich werde unsachlich) massiv zu honorieren, wenn man nur annehmen kann, dass der Benefit groß genug ist. Dass weiterhin offenkundig anderweitig keine Ermittlungen in denselben Fällen erfolgen oder erfolgen können, kommt auch noch dazu, was nach den vielen Ankäufen der letzten Jahre einem Armutszeugnis im Bereich der Steuerfahndung gleicht (schließlich geht es den Berichten nach in Einzelfällen um dreistellige Millionenbeträge). Als unreicher Bürger ist man dann nochmal gearscht, weil man weder Daten klauen kann noch Millionen irgendwohin versteckt, man aber in seiner Steuererklärung jeden Furz in ein anderes Feld zu schreiben hat und trotzdem in Zeiten von digitalen Datenübertragungen ständig Angst haben muss, dass ein kleiner Fehler irgendwo zu großen Problemen führt. Insgesamt wiederlegt schon die Tatsache, dass 3-4 Mio EUR für die Daten bezahlt wurden, ganz klar, dass da alles mit rechten Dingen zu ging.
Nochmal: Steuerhinterziehung ist eine Straftat. Dennoch geht es nicht an, dass durch die Zahlung derart hoher Beträge schlussendlich Impulse gesetzt werden, die dazu führen, dass
Schlussendlich hehlt hier ein Staat respektive seine Bundesländer mit Personen, die Daten vermutlich mit einem nicht unerheblichen Maß an krimineller Energie von ihrem Arbeitgeber aus schützenswerten Datenbeständen extrahiert haben, wobei die „Datendiebe“ (wie erinnern uns: Raubkopierer sind Verbrecher) für ihre Tat mit einem Geldsegen belohnt werden. Dass das Ganze dem Ruf der Deutschen im Ausland förderlich ist, bezweifele ich. Schlussendlich kann der Staat hier in meinen Augen nur verlieren – das Vertrauen seiner Bürger in Ermittlungsbehörden und den „reichen Nachbarn“, das Vertrauen der betroffenen (Nachbar-)länder sowie wesentliche Image-Kriterien (Rechtsempfinden, außenpolitische Loyalität, Eigenständigkeit bei Ermittlungen etc.). Steuerhinterziehung schadet uns allen, das steht außer Frage. Die Mittel, die hier zur Ahnung eingesetzt werden, empfinde ich persönlich jedoch nicht als richtig.
Am Montag, den 17. Oktober fügte ich hinzu: taz.de: Weitere Steuersünder-CDs im Angebot – keine weiteren Fragen.