Archiv des Autors: mdiedrich

*sabber* PKW-MauuuuUUUUUUUt! *sabber*

Vom Kretschmann hätte ich derartige Äußerungen nicht erwartet… wie kommt ein Mensch bisher deutlich gesunden Verstandes auf die Idee, nach dem letzten Maut-Desaster jetzt auch noch satellitengestützten Kram einbauen zu wollen und damit quasi folgerichtig das nächste Millionengrab auszuheben? Mag sein, dass ich falsch liege (und Galileo zu pushen ist grundsätzlich eine gute Idee in meinen Augen!) – bisher lag ich allerdings meist leider realtiv richtig.

Update 19.10.: Golem.de – Piratenpartei: „Pkw-Satelliten-Maut ist lückenlose Bewegungsüberwachung“ – recht haben sie. Ich weiß, dass ich nicht paranoid bin, sondern die Vergangenheit die Richtigkeit meiner Annahmen ausreichend oft bestätigt hat, was die Undurchdachtheit und Einschränkung von Bürgerrechten von bzw. durch politische Entscheidungen angeht. Traurig, traurig. Und beängstigend.

CCS: Röttgen gibt nicht auf o.O?

taz.de vermeldet, Norbert Röttgen will den Vermittlungsausschuss wegen der unterurdischen CO2-Verpressung anrufen. Ist das jetzt wieder eine Kaudersche Lobbyarbeit respektive die Folge davon oder meint der Umweltminister es wirklich ernst damit, uns eine Technologie, die auch im Ausland nicht besonders gut da steht aufdrücken zu wollen? Ist ihm der „Erfolg“ der Energiewende (der Fukushima zweifelsohne sehr zugute kam) zu Kopf gestiegen?

Ich halte nix davon, für Mensch und Tier giftige Gase in Gesteinsschichten zu pressen und nicht zu wissen, ob und wo sie wieder raus kommen…

Monster GEMA vs. iTunes und die Cloud

Grundlage:

Wir haben iTunes sowohl mit einem deutschen als auch mit einem US-Zugang ausprobiert und Unterschiede entdeckt. Während der US-Nutzer seine Bücher, seine Apps und seine Musik nachträglich herunterladen kann, kann ein deutscher Nutzer nur auf Apps und Bücher zurückgreifen. Musik muss weiterhin umständlich lokal synchronisiert werden. Vermutlich fehlen Apple noch die Rechte für so ein Angebot in Deutschland. Obwohl der Nutzer an seiner gekauften Musik die Nutzungsrechte hat, reicht das offenbar nicht für alle Nutzungsmöglichkeiten.

Aus Sicht des Käufers ist das nicht nachvollziehbar. Es bleibt zu hoffen, dass sich Apple mit dem europäischen Teil der Musikindustrie einigt, damit das Cloud-Angebot auch hierzulande nutzbar ist.

Bevor Apple iTunes mit Cloud-Unterstützung in Deutschland anbieten darf, bitten die Verwertungsgesellschaften erst einmal an den Verhandlungstisch. Apple hat noch nicht einmal versucht, mit der Gema zu reden.

Mein Fazit: Warum solle Apple auch mit der GEMA zu reden versuchen? Die GEMA rückt nicht von ihrer Position ab (siehe Youtube) und Apple ermöglicht es nur, bereits gekaufte Musikinhalte auf mehreren Geräten zu synchronisieren. Das geht ganz ohne die GEMA, auch wenns denen nicht passt. Bleibt zu hoffen, dass Apple seiner derzeitigen Vorgehensweise treu bleibt und in der Folge ganz klar sagt: „Liebe Kunden, wir würden Euch das gern anbieten, es gibt da aber so genannte Rechteverwerter, die uns da Schwierigkeiten ohne Grundlage machen, wendet Euch an die…“.

Wie immer die klare Aussage: Ich bin dafür, dass Künstler angemessen entlohnt werden. Der Moloch GEMA hat aber über Jahre und Jahrzehnte kein eindeutiges Interesse daran gezeigt, einen vernünftigen Ausgleich zwischen Konsumenten und Künstlern zu erreichen, sondern sich durch Starrköpfigkeit und Kundengängelei in Zusammenarbeit mit anderen Verwertern unbeliebt gemacht.Entsprechend kann ich das Gejammer jetzt auch nicht mehr ernst nehmen.

Vollmond

… isses wohl. Naja, fast. Wars schon.

Vollmond am Nachthimmel

Vollmond am Nachthimmel

Zweites Foto bei Ausschnittsvergrößerung:

Der Vollmond am Nachthimmel - vergrößert

Der Vollmond am Nachthimmel - vergrößert

Tojaner-Links die zweite

Gestern gings los – heute gehts weiter:

Mein Hauptproblem an der Nummer insgesamt ist mal wieder: Politiker labern vollkommen uninformiert irgendeinen Verteidigungsmüll, beschuldigen den CCC, Kampagnen zu betreiben und wundern sich, warum alle so aufgeregt sind, obwohl ihrer Meinung nach (im Gegensatz zur Meinung anerkannter Experten und Verfassungsrichter) doch alles im rechtlichen Rahmen abgelaufen ist. Einfacher kann man sich nicht demontieren. Aber die Ecke, aus der das Verteidigungsgesabbel kommt, ist ja auch recht dunkel…

Grundrechtstrojanerei

Als ich es zuerst las, fand ich es fraglich. Als ich es immer wieser las, schüttelte ich immer intensiver den Kopf. Als das Ganze zur Gewissheit wurde, war klar: Man wusste vorher, dass Ermittlungsbehörden es nicht würden lassen können, auch wenn es ihnen verboten wurde. Selbst wenn es sich nach den aktuellen Äußerungen aus Bayern doch noch als Ente entpuppen sollte (das fällt mittlerweile ECHT schwer, obwohl sich der BKA-Zierke noch nicht besonders umfassend eingemischt hat), ist viel Porzellan zerschlagen worden: „Und Ihr wundert Euch, dass wir Euch nicht mehr über den Weg trauen?!“ – eine Besorgnis erregende Entwicklung, die Angst vorm Staat.

Eine Linkliste zum Thema „Bundestrojaner“, nur einschließend die News der letzten Tage aber mit einem Rückgriff nach 2008:

PKW-Maut: Das Gesabber hört einfach nicht auf

Jetzt sollen die Kommunen einen Geldsegen für sich erwarten (Spiegel online). Auch der sonstige Inhalt des Spiegel-Berichts lässt mir die Haare zu Berge stehen. So wird von einer Pauschale unter 100 EUR/Jahr gesprochen, dagegen dann aber die KFZ-Steuer aufgewogen, schlussendlich muss aber in staureichen Gebieten mehr bezahlt werden in der Rush Hour als sonst, damit man das lenken kann – und die CO2-Lenkung durch Schadstoffklassen soll auch noch mit drin sein.

Ganz davon abgesehen, dass noch niemand auf die Idee kam zu hinterfragen, ob denn die Mittel bisher effizient eingesetzt werden, ist der Griff in die Taschen der Bürger augenscheinlich zu einem Reflex mutiert, sobald irgendwo „nicht mehr ausreichende Mittel zur Verfügung stehen“.

Leute, denkt doch mal ERST und labert DANN diesen unausgegorenen Mist in die Welt. Auf diese Art und Weise weiß jeder Autofahrer: Die Maut kommt, hingefrickelt wie nix Gutes, zu teuer im Vergleich und letztendlich anfangs fehleranfällig und die gemeinhin geforderte Mobilität deutlich verteuernd. Bringen tuts auch nix, die Straßen werden das Geld erst sehen, wenns eingenommen und ein Jahr in Haushalten umgewälzt wurde und per Gerichtsurteil verpflichtet auszugeben ist. Das hatten wir auch schon an anderer Stelle (Campus-Maut). Armes Deutschland.

ACTA: Neu anfangen als Tipp

heise.de: Gutachter rät zu komplettem Neustart bei ACTA

Die Probleme sind bekannt, und jetzt kommen noch klarere Worte auf den Tisch: ACTA ist Mist. Es ist Geheimnistuerei mit Lobbyverbänden (wir erinnern uns an Kauder) und widerspricht freiheitlich-demokratischen Grundsätzen in Sachen Datenschutz, Vertragsrecht und so weiter. Meine Empfehlung ist schon lange, den Murks bleiben zu lassen und stattdessen in einem offenen und transparenten Prozedere auch für Konsumenten nachvollziehbare Regeln zu erarbeiten. Mal schauen, ob das noch was wird.