Archiv der Kategorie: Allgemein

Was sonst nirgendwo passt.

Beschäftigt …

Ich weiß, ich weiß – seit dem 17. Juni kein Post mehr hier. Das tut mir einerseits ein wenig leid, andererseits weiß ich sowieso nicht, ob mein Blog überhaupt von jemandem außer einem engen Freundes- und Bekanntenkreis gelesen wird. Macht auch überhaupt nix. Ich war ausreichend beschäftigt mit RealLife-Aktivitäten:

Neue Signatur in einem Forum

Meine neue Signatur in einem Web-Forum:

Ein hoher Beitragscounter beim Autor steht nicht zwangsweise in Zusammenhang mit der Qualität seiner Beiträge. Hierbei sollte allerdings berücksichtig werden, dass überhebliche, unsachliche Kurzkommentare die Zahl schneller in die Höhe treiben als wohlformulierte Kritik mit Verbesserungsvorschlägen und Ausnahmen Regeln bestätigen können.

Anfängerzahlen vs. Abbrecherquote: Informatik-Studium

Mal wieder gibt es eine Meldung, die nachdenklich stimmt: Golem.de „Boom bei Informatik-Studienanfängern hält an“

Was auch in dem Artikel steht: „Die Abbrecherquote liegt bei über 50 Prozent.“

Mich wundert das ehrlich gesagt nicht. Ich selber bin „cand. Wirt.-Inf.“ und stelle seit Jahren fest, dass allein die Organisation des Studiums sehr viele Fallen birgt. Die hohe Anfängerzahl in Kombination mit der hohen Abbrecherquote ist für mich schlussendlich ein klares Indiz dafür, dass die Vorstellung vom und die Realität des Studiums deutlich auseinander driften. Und das wiederum verwundert auch nicht, hat man in der Allgemeinheit doch das Bild des Mausschubsers, der ein bisschen an Systemen fummelt, findet man im Studium aber einen sehr hohen Theorie-Anteil, eine starke Mathe-Basis und leider nur wenige begeisterte Dozenten. Vielmehr erfährt man vor allem in den Grundlagenvorlesungen, dass Informatik staubtrocken ist. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass das universitäre Lernen viel Tiefe in Einzelthemen mit sich bringt, dafür aber kaum Überblick vermittelt (das soll der Student dann selber hinbekommen, Original-Aussage). Statt dem Studenten also eine Zielvorstellung zu geben und ihm zu vermitteln, dass die Einzelthemen von Relevanz und Zusammenhang sind, wird oft Scheibchen für Scheibchen Thema für Thema in den meisten Fällen ohne Verbindung zu anderen Vorlesungen oder realen Problemen abgehandelt. Es mag sein, dass ich mit meiner Idee falsch liege, statt eines „Bottom-Up“-Ansatzes mit einem „Top-Down“ zu beginnen. Mir persönlich sind aber Landkarten, auf denen ich einzelne Straßennamen lesen kann, kaum hilfreich, wenn ich die grobe Lage des Ortes innerhalb Deutschlands herausfinden will.

Alltagsprobleme?

Hm … doch mal wieder Nachrichten kommentiert:

1) Telepolis: Urheberrecht als Instrument der Willkür? – dass es Mitarbeiter eines Ladens gibt, die sich ernsthaft von den Fotos gestört fühlen, finde ich schon ein wenig merkwürdig. Dass sich ein „privater Sicherheitsdienst“ ernsthaft der Argumentation des „Beiwerks“ verschließt, erschließt sich wiederum mir nicht. Dass aber „die Bundespolizei“ der Schilderung im Artikel nach schlussendlich mit dem Urheberrecht wedelt, weil der Mann ein Logo eines Supermarktes fotografiert hat (und sich das Original aus dem Internet laden soll …), ist absolut hanebüchen.

2) heise.de: Botnetz scannt das Internet (…) – beim Lesen des Titels dachte ich schon: „Wär das geil, wenn man die erlangten Daten hätte …“, und was ist: Man hat sie! Rechtlich eindeutig mehr als grenzwertig, aus der Sicht eines Informatikers aber prinzipiell eine spannende Aktion. Unter Berücksichtigung gewisser positiver Details übrigens, so flog die Bot-Software vom Device beim Neustart und gab es eine Readme zum Projekt. Mein Fazit: Coole Aktion, sie wäre aber besser gewesen mit Zustimmung der Benutzer …

3) heise.de: Facebook löscht Kirchenkritik von Domian – dass man (nicht nur bei facebook!) irgendwelchen Zensoren ausgeliefert ist, ist doch bekannt. Das bringt das Internet so mit sich. Anarchie kanns auch nicht sein – hier ist das Pendel aber offensichtlich und eindeutig mal wieder zu weit in die andere Richtung ausgeschlagen. Hint: Ich habe den Post nicht gelesen, kenne seinen Inhalt und seine Formulierung nicht und gehe davon aus, dass es sich nicht um Hetzreden, sondern um eine klare Meinungsäußerung gehandelt hat, die von der Meinungsfreiheit gedeckt ist.

Die Lächerlichkeit des Landesfrauenrats

Tja, was soll ich dazu noch sagen? Gut dass Lobby-Frauen heutzutage keine ernst zu nehmenden Probleme mehr haben … oder sind?

Warum ich das affig finde? Weils noch dümmlicher hochstilisiert ist als die Sexismus-Vorwürfe gegen Brüderle, bei denen immerhin noch eine Frau akut betroffen war. Mag gut sein, dass die in engen und ausgeschnittenen Klamotten sehr feminin und halb-modern dargestellte Hexe nicht jedermanns (oder besser -fraus) Geschmack trifft. Aber auf wen zielt denn die Werbung? Vorrangig auf Männer, richtig. Nackiger als zum „dummen Blondchen“ hochstilisierte Filmfiguren ist die Dame auf dem Bild nicht, jugendfrei ist das Bild allemal – und gehe ich im Sommer an einer Schule vorbei, sehe ich deutlich jüngere Jugendliche in teilweise offensiverem Outfit (rauchen, trinken, chilln, am Handy daddeln, …), die sich ihres Aussehens sicher weniger bewusst sind als es sich das Fotomodell gewesen sein wird. Ich wette: Wäre es ein in Schweiß gebadeter muskulöser Mann mit freiem Oberkörper gewesen, der nach schwerer Arbeit ein Bier trinkt, hätte es keinen Aufschrei (*Zaunpfahl werf*) gegeben, schon gar nicht von einem Lobbyistenclub (für Männer gibts nämlich keinen).

Fazit: Die Aktion des Landesfrauenrates war in meinen Augen dumm, irrational und ein Bärendienst für jede Frauenbewegung – weil es augenscheinlich keine wichtigeren Dinge gibt, für die man seine Energie hat aufbringen oder die Bedeutung des Wortes „sexistisch“ hat verwenden können. Glückwunsch (und ihr wundert Euch, dass manch Mann keinen Bock auf Frauen in Führungsetagen hat, um mal wieder die Frauenquotendiskussion ins Boot zu werfen …).