„Cockpit“-Unsinn: Laserpointer unters Waffengesetz

Die Sueddeutsche Zeitung meldet, die Pilotenvereinigung „Cockpit“ fordere, dass Laserpointer unter das Waffengesetz fallen sollen. Das ist ein in meinen Augen absolut durchgeknallter Versuch, mit härteren Strafen und durch unangemessene Verbote zu Lasten der Allgemeinheit an einem Problem vorbei Aktionismus zu betreiben.

Dass die Blendung von Piloten als schwerer Eingriff in den Luftverkehr bewertet werden kann, ist richtig. Dass das zu selten so bestraft wird, auch. Dass deshalb aber Laserpointer als Waffe eingestuft werden, ist kompletter Unsinn. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, Holzklötze und Pflastersteine als Waffe einzustufen, auch wenn nachweislich Menschen dadurch zu Schaden oder sogar zu Tode gekommen sind, weil sie von Brücken fallen gelassen oder auf Köpfe geworfen wurden.

Spaziergang mit Kamera bei schönem Wetter: Fotos

Ich weiß, in letzter Zeit wiederholen sich die Einträge zu Spaziergängen – ich habe den Nachrichten-Mist derzeit ein wenig satt, zumal es bei genauerem Hinsehen kaum richtig Neues gibt: Bundespräsident, ACTA, grenzdebile Äußerungen zu irgendwelchen Rechteverwertungsnummern und bla…

Naja, schöne Fotos jedenfalls sinds geworden – bei -5°C ca., kaltem Wind aber HERRLICHEM Wetter :)!

Megaupload, Websperren und die CDU/CSU

Eine Pressemeldung brachte es an den Tag: Wieder einmal wurde emotional statt sachlich irgendeine Meinung in die Welt gehustet. Fehlerhaft, undurchdacht…

Ach egal. Mich frustrierts. Es wäre schön gewesen, mal eine sinnvolle Aussage zu netzbezogenen Themen zu lesen. War nix:

Es erstaunt, dass Wikipedia, Google, die Grünen und viele andere durch ihre Proteste gegen SOPA und PIPA auch geldgierigen Internetkriminellen wie dem Gründer von Megaupload beispringen. Sie verkennen, dass es bei der Durchsetzung des Urheberrechts nicht um Zensur geht, sondern einzig und allein darum, Kreative vor Ausbeutung zu schützen.

Herr Krings (übrigens auch mit Doktortitel und damit eigentlich fähig zur Recherche und objektiven Beurteilung) und Herr Heveling haben offenkundig eine ebenso einseitige Sicht der Dinge, wie sie ihrer Meinung nach Wikipedia, Google, die Grünen (ihr Erzfeind) und Co. sie an den Tag gelegt haben. Ausgeblendet haben sie jedenfalls, dass niemand irgendjemandem beigesprungen ist, sondern dass die oben genannten Akteure ein Zeichen gegen SOPA und PIPA gesetzt haben – für den „Beisprung“ müssten nämlich Aussagen gegen die Aktion gegen Megaupload respektive die Profiteure gemacht worden sein – such…!

Nunja, politischen Gegnern das Wort im Mund umzudrehen und ihnen Dinge zu unterstellen, die sie nie gesagt oder intendiert haben, ist bekanntermaßen Kultur bei dem Politik-Verein mit C am Anfang (ZugErschwG: wer gegen Websperren ist, ist für den freien Zugang zu …). Aber dann wieder Gesetze auslegen wies gerade mal passt, auch wenns die eigenen sind.

Ansonsten: Golem.de

Verschreibungspflicht, Packungsgrößen, Allergien und Selbstverantwortung

Schmerzmittel-Packungen sollen kleiner werden bzw. Großpackungen verschreibungspflichtig. Auch „wurde bekannt“, dass Aspirin und Paracetamol zum Tode führen können. Ich weiß, ich wiederhole mich: „Ach…“.

Dass Paracetamol bei Überdosierung zu Leberschäden führen kann, ist nicht nur lange bekannt, sondern steht auch ganz eindeutig im Beipackzettel. Dass Aspirin wiederum blutverdünnend wirkt, weiß jeder, der mit dem Begriff „TAH“ etwas anfangen kann. Klar, dass dann Blutungen auslösende Operationen verschoben werden müssen.

Auf einem Klebstoff las ich neulich, dass dieser ein Lösungsmittel mit relativ kryptischem Namen enthalte, und dass dieses allergische Reaktionen auslösen könne. Das stand früher auch schon auf den Tuben drauf, nur anders: „Berührung mit der Haut und den Schleimhäuten vermeiden, Dämpfe können Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit hervorrufen, nicht einatmen“. Die letzte Formulierung ergibt sich aus dem gesunden Menschenverstand; in der Regel riechen Lösungsmittel nicht besonders gesund. Die erste Formulierung (die allergischen Reaktionen) ist weitaus schärfer und führte bei mir fast dazu, auf die Anwendung des Klebers zu verzichten (woraufhin ich ein Paar Hausschuhe hätte wegwerfen müssen – mit dem Klebstoff laufe ich seit vier Wochen problemlos weiter auf ihnen, weil sich die noch profilierte Sohle nur an der Spitze ein wenig gelöst hatte).

Zusammengenommen ergibt das meiner Meinung nach relativ klar, dass Anwender von chemischen Verbindungen im Haushalt wieder mündiger werden müssen. Klare Hinweise bei Medikamenten bezüglich der maximalen Einzel- und Tagesdosis (meinetwegen mit Sicherheitsrechnung), noch besser die aus Stoffdatenblättern bekannte LD50-Angabe in mg/kg Körpergewicht würden hier Klarheit auch für Nicht-Mediziner schaffen. Im Gegenzug sollten Hinweise auf Alltagschemikalien aus der Angabe des Stoffs (im Kleber-Beispiel des Lösemittels) und den R- und S-Sätzen bestehen. Der Hinweis, dass dieser Klebstoff allergische Reaktionen hervorrufen kann, ist in meinen Augen kompletter Murks, da weder die Dosis noch der Weg der Aufnahme angegeben sind. Ähnliches gilt für Gartengifte, Anti-Schimmel-Farbe, Sanitärsilikon und Co. – von daher kann ich nur bedingt nachvollziehen, dass jetzt bei Schmerzmitteln so ein Aufschrei kommt.

Ich habe zu diesen Aussagen entgegen gebracht bekommen, dass „doch nicht jeder so viel Interesse an so etwas hat wie ich“ – mag sein. Für den ist dann der bisher auch schon vorhandene Hinweis auf Maximaldosen aber entweder hilfreich und er hält sich dran – oder eben sowieso vergebens, weil er oder sie es nicht liest. SchmerzmittelMISSBRAUCH wird sich nicht dadurch eindämmen lassen, dass man Patienten für zu dumm hält. Entweder, es ist Absicht – oder Fehlverhalten. Und dagegen hilft nur, für alle verständliche Beipackzettel zu schreiben oder sinnvolle Aufdrucke auf lösemittelhaltigen Klebstoffen aufzubringen.

Schönwetter-Foto-Spaziergang

Ich habe nichts gegen „Winter“ (der machte sich über „seine Zeit“ ja ohnehin eher rar bisher) – mit Sonnenschein und klarer Luft macht er aber einfach mehr Spaß als trübe und grau. Daher versuche ich derartige Gelegenheiten für einen Spaziergang zu nutzen und nehme die Kamera mit. Hier die Ergebnisse von vorgestern:

Fotos: Whiskyglas-Variationen

Bevor ich gestern Abend den abgebildeten Whisky genossen habe, machte ich ein Paar Fotos davon. Während ich diese durchsah und teilweise nur leicht, teilweise etwas intensiver nachbearbeitete, genoss ich dann den Inhalt des Glases und legte mit dem Gedanken der Veröffentlichung im Blog die Fotos „bei Seite“. Dann war der Whisky leer und ich zog den Weg ins Bett ob der fortgeschrittenen Stunde und einer gewissen Müdigkeit vor. Hier sind dann jetzt die Bilder:

Aufgenommen mit einer Canon EOS 600D und einem Canon EF-S 55-250mm auf Stativ mit manuellem Fokus. Tipp: Fokussieren per Liveview/Monitor mit Anzeige-Zoom, das machts deutlich einfacher ;)!

Staatliche Hochschul-IT: Privatisierung als Lösung? [Update 12/01]

heise.de: Bericht: Staatlicher Hochschul-IT droht Privatisierung

Ob das nun der Weisheit letzter Schluss ist, einen etwas vermurkst habenden Staatsbetrieb zu privatisieren? Das hat ja nun in der Vergangenheit bei einigen Betrieben eher weniger gut geklappt… und ob sich dadurch die Situation für die Hochschulen mittelfristig wirklich verbessert, kann auch niemand garantieren (somit zweifele ich daran ganz mächtig).

Update:

  • taz.de: Staatschaos soll privat werden

Sicherheitsbeeinträchtigung durch Quellcode-Veröffentlichung o.O?

„Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Funktionalität, oder die Sicherheit der Symantec-Lösungen durch die Veröffentlichung von Teilen des Quellcodes beeinträchtigt wurden“ – (heise.de: Symantecs Antiviren-Software geklaut)

Mal kurz überlegen: Die Software ist am Markt präsent, wird halbwegs breit eingesetzt und läuft mehr oder weniger dauerhaft auf einer vermutlich durchaus relevanten Größenordnung von Computern. Bei so etwas könnte es der oben zitierten Aussage nach ein Problem sein, wenn der Quellcode veröffentlicht wird, weil dadurch Funktions- oder Sicherheitsbeeinträchtigungen aufkommen könnten?

Das begreife ich nicht… wenn im Code eine Lücke ist, sollte der Hersteller diese finden und fixen können, ganz ohne Code-Veröffentlichung. Wenns keine gibt, ist die Veröffentlichung bezüglich dieser beiden Punkte aber egal. Waren das jetzt also Marketing-Beruhigungs-Aussagen oder ist das eine Philosophie im Sinne von „wir verkaufen Produkte, nicht sichere Lösungen – wenn der Quellcode draußen ist, haben wir ein Problem“? Man weiß es nicht; bisher hatte ich diese Closed-Source-ist-sicherer-Mentalität vorrangig bei Crypto-Produkten beobachtet, und da gings mehrfach schief…