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Was sonst nirgendwo passt.

Wasserspiele in der Autostadt: Wolfsburg-Ausflug

– Fotos ganz am Ende ;) –

Die Autostadt bot wieder abendliche Wasserpiele. Von Ende Juli bis Ende August gab es vier Themenwochen zum Oberthema „Bella Italia“. „Himmel und Hölle“ war dran, und auch hier muss ich festhalten: Der Besuch lohnte sich, es war beeindruckend! Doch Eins nach dem Anderen: Der Besuch der Autostadt fiel eher kurz aus; da ich jedoch ohnehin in einem Restaurant der Autostadt ein Abendessen erstehen wollte, gab es etwas mehr als eine Stunde vor Schließung der Ausstellungsräume das Abendticket, dessen Kaufpreis vollständig auf den Restaurantbesuch angerechnet wurde. Das Essen in den Lagune Foodhalls war sehr ordentlich, wenn auch nicht so richtig preiswert bei eher kleiner Karte … wollte man nicht richtig schlemmen und sich den Buffet-Besuch leisten. Das wiederum war prachtvoll aber mir mit 19,50 EUR für ein Abendessen einfach zu teuer (die Wasserspiele wollte ich ja auch noch ansehen, von daher war stundenlanges Essen nicht drin …), es gab dann gegrillte Putenmedaillons auf Mischgemüse mit echten Kartoffel-Pommes. Vor dem Essen besuchte ich noch das „Level Green“, eine Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit. Interessant aufbereitet waren unter anderem Statistiken zum Thema Mobilität (Befragung von 60.000 Personen zu Ihrem Fahrzeug-Nutzungsverhalten und Aufspaltung nach verschiedenen Kriterien – Mann/Frau, Berufstätig/Rentner, …), ein Kinofilm im 360°-Kino zum Thema „Sicherheit“ sowie die simulierte Entstehung (und Vermeidung) von Staus zu begutachten. Der Film war interessant gemacht, mir persönlich fehlte allerdings eine klare Aussage. Gutheißen mag ich aber, dass es sich nicht um einen VW-Werbefilm handelte, was ich sehr angenehm fand.

Das Finale des Abends bot die Wassershow um 22 Uhr. Beeindruckend ergänzten sich Musik, kurze Filmsequenzen (vorrangig zu Beginn der Show), Projektionen in Nebel und Wasser sowie bewegliche Fontänen und Feuerstöße. Die Show war überaus gut besucht, und so verzögerte sich die Abfahrt um ca. 45 Minuten … Fotos vom Act habe ich hier in der Galerie, live ist das Ganze echt beeindruckend, da die Feuerstöße mächtig Wärme abgeben und die Wasserfontänen durch ihr Zischen und Platschen alles noch plastischer machen. Lob an die Macher – vielen Dank. Die Show ist kostenfrei besuchbar.

Nachrichtenüberblick – kommentiert

Etwas überrascht war ich, als ich eben die News des Tages überfliegen wollte – und so einiges fand, was nicht nur mein Interesse fand, sondern auch eines Kommentars würdig schien:

  1. Energiewende: Dass der Strompreis nicht ganz ungelogen ist, wissen wir schon länger, es ist aber schön, wenn das immer mal wieder belegt wird.
  2. Energiewende: Eine Frage der Haftung. Dass da auch wieder nicht alles sinnvoll ist, war klar. Dass aber jetzt auch hier Haftungsrisiken von den Firmen genommen werden und diese nicht etwa eine Versicherung dafür bezahlen müssen, nicht. Finde ich auch nicht richtig. Wers verkackt, bezahlts.
  3. Energiewende: Altmaiers 10-Punkte-Plan ist lesenswert. Man muss nicht mit allem einverstanden sein und kann manchen Satz als Schaumschlägerei abtun, im Wesentlichen finde ich aber schon den Weg, so Transparenz zu schaffen, löblich. Auch löblich finde ich grundsätzlich, kostenlose Energieberatung anbieten zu wollen – hier frage ich mich allerdings manchmal, wieviel ich persönlich noch einsparen kann, ohne Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden befürchten zu müssen. Das Tragen eines Pullis oder einer Sweatshirt-Jacke im Winter spart Heizkosten, klar; das mache ich aber ebenso schon, wie ich meinen PC-Arbeitsplatz mit LED-Spots beleuchte (mit Frostfilter, damits nicht so grell ist…). Effizienz und Sparsamkeit sind aber sicherlich sinvolle Wege und in Zusammenhang mit Aufklärung auch begehbar.
  4. Web-Technologien: CSS bekommt Variablen. Das ist gut. Farbwerte z.B. bei Nutzung eines Corporate Design EINMAL in einer Variablen zu definieren, ist hilfreich. Bisher ging das nur über den Umweg, die CSS-Definitionen entweder durch ein Skript (php z.B.) on-the-fly zu generieren – oder mittels Suchen und Ersetzen jedes Auftreten im File zu ersetzen. Und wehe, dabei ging etwas schief… ;).
  5. IT-Sicherheit: Trojaner-Flut oder Statistik? Beide Zählweisen sind nicht falsch – die eine macht aber viel Lärm um wenig. Daher: Immer nach der Zählweise oder der Normierung gucken!
  6. IT-Sicherheit: Nicht so wichtig, scheint mir. Jedenfalls wenn man das Verhalten des im Artikel genannten namhaften Herstellers von Software betrachtet. Leute, Leute …
  7. Sicherheitsbehörden und Anhängsel: Die „junge Polizei“ verlangt ein Ende der Anonymität bei Facebook z.B. durch Post-Ident. Genau. Weil dann jeder Deutsche „echt“ ist, jeder Nicht-Deutsche bei Facebook aber der Mann im Mond. Und warum? Damit ohne Richtervorbehalt jederzeit auf Bestandsdaten zugegriffen werden kann, wenn jemand eine Partyeinladung veröffentlicht. Hakts jetzt ganz aus? Gegen die Möglichkeit, Polizeilich die Einladung zu beenden bzw. den eindeutigen Hinweis darauf einzubauen, dass die Party behördlich verboten/eine maximale Teilnehmerzahl festgesetzt wurde, wäre doch auch ein Weg oder täusche ich mich? Das geht dreimal, dann ebbt es ab …
  8. Sicherheitsbehörden und Anhängsel: Beschwerde gegen Verbot anonymer Prepaid-Verträge. Irgendwie hat bei mir das Argument, man würde Bomben grundsätzlich mit Handies zünden – und daher müssten diese registriert werden – noch immer nicht funktioniert …
  9. Arbeitsleben: Flexibel, mobil und krank. Tja. Wissen wir nicht seit Jahren, woran es liegt? Nein nein … wir probieren das noch ein bisschen aus und gucken, wann es so schlimm wird, dass 30% Fehltage im Durchschnitt auftreten. Da haben wir noch ein paar Jahre!
  10. Assange, die Briten und die Ecuadorianer: Eine gewisse possenhaftigkeit birgt das Thema mittlerweile schon. Dass die Briten so weit gehen würden, die Erstürmung einer Botschaft direkt oder indirekt anzudrohen, ist schon hart. Aber die prangern ja auch Steuerhinterzieher öffentlich an. Und sie haben ein Gesetz, mit dem sie den exterritorialen Status einer Botschaft aufheben können, um einen Straftäter festzunehmen. So es sich denn um einen handelt und der jetzt nicht schon Staatsbürger des anderen Landes ist und politisches Asyl bekam nebst Diplomatenstatus … wenns nicht um einen Menschen ginge, würde ich nach Popcorn fragen.
  11. Staatsfinanzen: Schulden und Tilgung mal anders.
  12. Arbeitsleben (Nachtrag): Ein Witz ist es, wie immer wieder über Rentenkürzungen/längere Lebensarbeitszeit öffentlich debattiert wird. Es zeigt aber immerhin, wie heutzutage getickt wird – ein erschreckendes Bild. Und extrem unmotivierend, ist der spürbare Tenor doch: „Arbeite bis Du nicht mehr kannst – und wenn Du nicht mehr kannst, arbeite weiter bis Du stirbst und keine Rente mehr kostest“.

Älterer Laptop: Pflege lohnt sich

Nebenbei abgearbeitet: Laptop-Pflege.

Windows recovert nebst vorherigem Komplettbackup und Datenkopieraktion, diverse OpenSource-Software installiert, Reinigung des Lüfterbereichs und der Tastatur. Muss auch mal sein ;).

Sponsoringaktion mit Nebenbedingung: Kinderfotos auf Facebook?!

Nicht erst heute, als Golem eine neue Meldung zu diesem Thema brachte, hatte ich meine Meinung gefasst. Erst heute verfasse ich aber einen Blogeintrag, denn ein bisschen Substanz ist mir idR. wichtig, dazu gehört auch eine gewisse Hintergrundrecherche und Veröffentlichung ebendieser durch andere Medien:

  1. Die Bedingung eines Sponsors, dass Fotos einer Erzählstunde in einer Grundschule auf Facebook veröffentlicht werden dürfen, empfinde ich persönlich als einen Witz. Die Ausgabe von Werbebriefen an die Eltern oder eine öffentliche Meldung des Sponsorings (z.B. „Versicherung ABC unterstützt Besuch einer Erzählerin an hiesiger Grundschule“) hätte ich eingesehen. Dass aber das Einverständnis zur Veröffentlichung von Fotos auch der den Erzähler besucht habenden Kinder eingefordert wird, ist hart. Wohlgemerkt – solange es nicht um eine kurze Berichterstattung im redaktionellen Teil einer gedruckten Tageszeitung mit einem Übersichtsbild geht, sondern um eine unbeschränkte Online-Veröffentlichung beliebiger Fotos noch dazu bei facebook.
  2. Dass nicht einmal hinterfragt wird, warum sechs von 45 Eltern diese Veröffentlichung nicht wünschen bzw. dass diese Entscheidung dazu führt, dass dann diese sechs Kinder anderweitig betreut werden und ihnen der Erzählerbesuch vorenthalten wird, verstehe ich – im Kontext einer Grundschule – nicht. Es ist jedermanns Recht, der Veröffentlichung nicht zuzustimmen. Besuche ich eine öffentliche(!) Aufführung, muss ich damit rechnen, dass Fotos von mir irgendwo landen, auf denen ich wenigstens Beiwerk bin. Eine solche Veranstaltung in einer GRUNDschule kann ich nicht als „öffentlich“ bezeichnen, speziell da sie vermutlich nicht dem puren Kommerz, sondern vorrangig dem Erlebnis der Kinder gewidmet war. Auch wollte nicht der Künstler/Erzähler z.B. die DVD-Produktion eines Kindermusicals aufzeichnen und hat im Vorfeld DEUTLICH darauf hingewiesen, dass es eine Produktion aus dieser Geschichte gibt (bzw. beim Kauf der Eintrittskarte eindeutig erklärt, dass durch den Kauf der Karte und den Besuch der Veranstaltung eben dieses Einverständnis erklärt wird), sondern wollte hier ein SPONSOR irgendetwas mit den Bildern machen, vermutlich sein Sponsoring darlegen, vielleicht mehr oder auch nicht.
  3. Die neu ernannte Schulleiterin hatte um eine schriftliche Zustimmung der Eltern gebeten. Sie habe wegen Zeitdrucks über die Situation nicht weiter nachgedacht, sagte sie. (Golem.de) – okay, schriftlich ist ein guter Ansatz. Dass sie wegen Zeitdrucks nicht weiter nachgedacht habe, disqualifiziert.
  4. Die Kinder seien eigentlich nicht „ausgeschlossen“ worden, sie seien in anderen Gruppen betreut worden. (Golem.de) – ähjanee. Die Kinder sind also doch von der Aktion mit dem Geschichtenerzähler ausgeschlossen worden, da sie ja anderweitig betreut wurden. Manchmal sollte man besser einfach nichts sagen als argumentativen Bullshit zu erzählen, denn anders kann ich diese Aussage einfach nicht mehr bezeichnen. Aufgrund der Bedingung eines Sponsors und dem Nicht-Einverständnis der Eltern durften sechs Grundschulkinder dem Erzähler nicht zuhören. Punkt. Selbst wenn ihnen von jemand anders exakt dieselbe Geschichte vorgelesen wurde, hätten sie nicht mit ihren Schulkameraden und Freunden demselben Erzählr gelauscht. Das zählt für mich als „ausgeschlossen“.
  5. Wir werden noch sorgfältiger bei der Auswahl von Sponsoren sein. (Golem.de) Hmja, das ist ein Ansatz. Wobei ich persönlich hier nicht die Auswahl des Sponsors, sondern dessen Bedingungen in Hinblick auf sein Sponsoring in den Fokus rücken möchte. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass bei Sponsoring-Gesprächen manchmal zu Beginn eine vorbehaltsfreie Zahlung stattfinden soll. Dann ist es nur eine Deckungszusage, sofern ein ausführlicher Bericht in der Zeitung erscheint. Dann muss ein Fahrzeug des Sponsors auf dem Hof exponiert werden und zwei Banner/Beachflags sollen rechts und links der Bühne stehen/hängen, dafür gibt es dann 50% der Kosten. Merke: Wenns verschwurbelt formuliert wird, sich die Bedingungen plötzlich ändern oder irgendwelche Forderungen kommen, die die Rechte Dritter berühren, lehne das Sponsoring ab.

Immerhin: Ich denke, durch die öffentliche Berichterstattung ist erstmal wieder für ein oder zwei Jahre sensibilisiert worden, und so ganz falsch hat sich die Schulleitung insofern nicht verhalten, als sie einen zwar etwas holprigen Weg gewählt aber die Eltern gefragt und nicht pauschal deren Einverständnis erklärt hat. So ungeschickt also der Ausschluss der Kinder war, ist das Verhalten grundsätzlich in die richtige Richtung gegangen: Transparenz, schriftliche Befragung der Erziehungsberechtigten und dann – leider – der Ausschluss derjenigen, die der Bedingung nicht zustimmten, so dass diesen kein Schaden entstand (außer dem verpassten Erzähler, was für ein Kind schon hart sein kann, das außerdem ja den Komplex „Recht am eigenen Bild“ etc. kaum wird verstehen können).

EM-Fußball: Live oder nicht live?

Hm. Ich selber war bisher durchaus mehrmals bei dem Spielen mit deutscher Beteiligung der diesjährigen EM etwas angepisst, wenn „der Regisseur“ mal wieder irgendeinen Mist zusammenschnitt. Da wird – statt dem Zuschauer die Übersicht über einen Freistoß oder die Folgen eines Fouls zu erhalten – irgendein Spieler in Großaufnahme von hinten gezeigt oder kurz nach einem Abseits mit echter Torchance die Wiederholung des ersten Treffers der Partie gezeigt. Selbstverständlich ohne einzublenden, dass es sich um eine Wiederholung bzw. Aufzeichnung handelt, schon gar nicht mit Angabe des Aufzeichnungszeitpunkts.

Was taz.de hier schreibt, ist einer ganz anderen Hausnummer Höhe. Nicht dass ich es besonders verwerflich finde, dass z.B. die Szene mit Löw und dem Balljungen nicht „live“ war, vielmehr missfällt mir die Art und Weise, in der der Zuschauer mit teilweise wirren Schnitten vom Spielverlauf (auch ohne dass ein Flitzer über den Platz rennt) abgelenkt wird. Ich muss weder einen Flitzer im Fernsehen sehen, noch muss ich zuschauen, wie sich ein Spieler nach einem Treffer den Oberschenkel massiert und mit verzerrtem Gesicht aufsteht. Zum Spiel würde wenigstens das Letzte aber gehören, und wie der Schiedsrichter mit den Spielern umgeht oder eine Situation klärt, ist mir wesentlich wichtiger als die Großaufnahme einer Rückennummer oder der Blick auf die  Reservebank. Ich schaue ja das Spiel und nicht das Drumherum.

Lokale Störung bei T-D1: Supporterfahrungen [updated]

Recht angetan war ich nach einem Telefonat eben gerade mit der T-Mobile/D1-Störungshotline:

Während ich gestern eine freundliche Dame am Telefon hatte, die mir mitteilte, es gäbe derzeit keine Störungsmeldung für meinen Bereich, woraufhin ich zum örtlichen Fachgeschäft „EP:Pahl“ ging und eine kompetente Auskunft dahingehend bekam, dass ein Case bezüglich des Fehlerbildes sehr wohl offen wäre, hatte ich es heute mit einem freundlichen Herrn am Telefon zu tun. Dieser guckte augenscheinlich genauer hin und teilte mir nach gemeinsamer Verortung meines Handys mit, dass ich „dummerweise genau mitten in der gemeldeten Störung wäre“, die sich über den Bereich Landgraben und die Herzberger Wasserflächen erstrecke. Eine BI-Nummer habe ich auch gleich bekommen mit dem Hinweis, ich könne nach dem Status der Abarbeitung dieser Nummer heute Nachmittag gern nochmal fragen, die Reparatur wäre für 14:30/15 Uhr terminiert.

Abgesehen vom ersten Telefonat kann ich mich also nicht über den magenta Kundenservice beschweren, wenngleich natürlich dennoch ein wenig ärgerlich ist, dass die Störung nicht immer auftritt (Erdgeschoss vs. 1. OG/Dachgeschoss reichte gestern schon) und bereits seit spätestens Freitagvormittag zu bestehen scheint, was man mir ja auch gleich hätte sagen können. Drücken wir also die Daumen, dass ab Montag alles wieder läuft, schließlich handelt es sich um „moderne IT“ – und die kann ja nicht nur mal ausfallen, sondern manchmal auch längere Reparaturen benötigen als gedacht *schmunzel*.

Update 17.06.: Ein weiteres Telefonat fand statt, da der Fehler noch immer besteht. Erster Versuch: BI-Nummer gegeben, „ich informiere mich eben“, aus der Leitung geflogen. Zweiter Versuch: Freundlich, bisschen schüchtern, BI-Nummer führte zu klarer Aussage: „Am Wochenende sind nur Not-Besetzungen am Ort, das Problem hm… ist im Notdienst nicht behebbar. Es klang ein wenig durch, dass wohl „der ganze Mast“ ein Problem hätte. Wie dem auch sei, am Wochenende sei nicht mit Besserung zu rechnen, Montag sollte sich etwas tun, die „angegebenen Reparaturzeiten würden sich natürlich nach hinten verschieben“ – das wiederum war kein Witz und nicht das erstemal, dass ich diese Auskunft von einer Störungshotline bekam. Daher muss ich mal die Frage stellen: Was steht da drin, das Ende der nächsten Schicht ;)? Sorry, aber der musste einfach sein.

Exzellenz in Hochschulen – oder: Es wird Verlierer geben

Ist ja auch logisch: Gibt es irgendwo Gewinner, gibt es in der Regel auch Verlierer, sonst wären die Gewinner ja keine, sondern genau dasselbe wie die Verlierer.

Naja, wie immer mein Senf dazu: Es wird Zeit, dass Bildung wieder Bildung sein kann ohne zur „Exzellenz“ hetzen zu müssen, ohne noch mehr Stoff in noch weniger Zeit in Köpfe prügeln zu müssen und gleichzeitig höchstqualifizierte begabtengeförderte Absolventen en masse zu produzieren.

taz.de – Es wird Verlierer geben

Berlin: Kollegen zeigen Prügel-Polizisten an

Kollegen zeigen Prügel-Polizisten an (BZ) – es wird auch hohe Zeit, dass derartige Gewaltausbrüche seitens einiger weniger Polizeibeamte Folgen haben. Zu oft schon gab es derartige Zwischenfälle. Ich verstehe den Adrenalinspiegel und ich verstehe, wenn ein Beamter bei Demonstrationen genervt ist und vielleicht einmal einen Schubs zu hart ausführt, so dass der Geschubste stürzt. Nicht verstehen kann ich, dass ein derart gewalttätiges aber wahlloses Vorgehen (mit klar ausgeführten Faustschlägen, Nachlaufen und Tritten) so selten Konsequenzen hat. Der Bürger ist immer gleich verdächtig und zu bestrafen, am besten so hart es nur geht – hier kann ich nur festhalten: Ich persönlich wäre für die sofortige Entfernung derart überzogen prügelnder Beamten (so viele sind es ja nun auch nicht!) aus dem aktiven Dienst – erstens solange ernsthaft zu führende Ermittlungen laufen und zweitens möglicherweise endgültig, nachdem eine Verurteilung wegen Körperverlertzung im Amt erfolgt ist. Das mag hart klingen, anders wird sich aber ein Vertrauen in „die Polizei“ nicht wiederherstellen oder erhalten lassen. Scheinbar haben das glücklicherweise einige begriffen.

Dabei möchte ich ganz klar festhalten (weil einem ja gern das Wort im Mund umgedreht wird): Gewalt gegen Polizeibeamte lehne ich ab. Genauso lehne ich aber Gewalt von Polizeibeamten gegen Demonstranten ab, wenn es keinen Anlass dazu gibt (und mal ehrlich: Wenn nicht weniger als sechs Beamte in Vollschutz-Uniform nebeneinander stehen, ist das Risiko für einen Einzelnen, von einer aus einem gewissen Abstand schreienden Demonstrantin ernsthaft angefallen oder gar verletzt zu werden, relativ gering).

Nachrichten – kommentiert

Der Unsinn mit den Massengentests (lawblog): Ich halte von denen schon lange nix mehr. Schon weil die „Freiwilligkeit“ scheinheilig ist. Wenn jemand „nein“ sagt, sagt derjenige nein – und dabei hat es zu bleiben, wenn kein konkreter Verdacht gegen ihn vorliegt. Und nein, „männlich, 16-35 und hat mal in Kiel gewohnt“ ist nicht konkret. Ganz davon abgesehen, dass (wenn das Suchraster nicht passt) auch der „Ausschluss der eigenen Person“ ziemlicher Tüddel als Erfolgsgarant sein dürfte: Schließt der Massengentest aus der Zielgruppe des Rasters alle außer einer Person aus (weil alle anderen hingehen), heißt das eben nicht, das diese letzte Person der Täter ist – vielleicht war der nämlich schon im ursprünglichen Raster nicht enthalten und daher gar nicht unter den angeschriebenen Personen. Suggestiver als unten zitiert gehts also kaum (vulgo: „Wenn Du nicht kommst, bist Du tatverdächtig; wenn alle anderen außer Dir kommen, bist Dus gewesen“). Zitat aus der Pressemeldung der Polizei:

Zu diesem Zweck erhalten über 3.000 Männer am 22. beziehungsweise 29. Mai einen Brief von der Kriminalpolizei mit der Bitte, an der Aufklärung der Tat mitzuhelfen und beizutragen, den Tatverdächtigen durch den Ausschluss der eigenen Person zu identifizieren.  (Presseportal.de)

Schadet das Betreuungsgeld der Integration (Telepolis)? Natürlich – hätt ja keiner drauf kommen können (wobei das Argument schon in Richtung Hartz IV-Empfänger mal leise zu hören war).

Ausstieg aus EURATOM (Deutscher Bundestag, Telepolis)? Jo. Dafür.

Wichtigkeit von „nachfolgenden Generationen“ in der Regierung? Deutlich geringer als sie es später als ARBEITSKRÄFTE!!!!!11! sind (Link: Spiegel online). Gut, wissen wir nicht erst seit gestern, sprechen doch Betreuungsgeld, Bologna-Prozess und Co. eine deutliche Sprache.

Streit um rechtmäßige Megaupload-Daten (taz) – die US-Regierung soll „keinen Präzendenzfall wollen, dann könnten ja andere kommen“. Ja ach… was ist denn sonst wohl der Sinn daran, das jemand SEINE Daten von einem Hoster zurückhaben will? Wer „Urheberrechte schützen will“ und dafür mit der ganz großen Pranke zupackt, sollte damit rechnen MÜSSEN, dass die Generierung von Kollateralschäden verdammt teuer werden kann. Und nein, ich finde es nicht richtig, dass manch Mensch mit urheberrechtlich geschützten Werken anderer Kohle generiert. Wenn der aber allgemeine Hostingdienstleistungen anbietet, dann dürfen die von Kunden dort gespeicherten Daten nicht pauschal als „urheberrechtlich geschütztes und damit illegal veröffentlichtes Material“ gelten.

mySQL-Datenbank-Zugang ohne Passwort: Dumm gelaufen (heise.de).

EU-Datenschützer warnen vor Risiken intelligenter Stromzähler (heise.de): Versteh ich. Klarer Ansatz: Die Verbrauchsdaten (meinetwegen vom Zählerstand abgesehen) verlassen den Zähler nicht über $Schnittstelle, sondern AUSSCHLIESSLICH über eine SD-Karte oder vergleichbares. Am besten wird der Kram auch gleich NUR auf der gespeichert. Vorteil: Ohne Zugriff auf den Zähler geht nix. Vorteil: Steckt der Benutzer die SD-Karte seines Zählers in den Rechner (und hat dafür ein Zeitfenster von 15-30 Minuten), kann er mit einer Software auf seinem PC (meinetwegen in Java im Browser) eine Auswertung bekommen und mit Klick auf den Knopf „ja ich möchte ein verbrauchsbezogenes Angebot von meinem Energieversorger erhalten und stimme der Übermittlung meiner Zählerdaten an $Versorger hiermit ausdrücklich zu“ dafür sorgen, dass er allen Komfort und die automatischen Beratungsmöglichkeiten nutzen kann, wann immer ER es möchte. So einfach ist Datenschutz ;).