Archiv der Kategorie: IT und Kommunikation

Internet, Computer und was damit zusammen hängt.

Adblock+ und die unaufdringliche Werbung

Golem.de: Adblock Plus 2.0 lässt unaufdringliche Werbung zu

Mein Fazit: Ich finds gut. Ich habe nichts gegen unaufdringliche Werbung. Durch sie werden Inhalte und Bereitstellung bezahlbar, und wenn ich für unaufdringliche Werbung z.B. die News der letzten sieben Tage kostenfrei beziehen kann, finde ich das vollkommen in Ordnung. Auf den Zwirn geht mir, wenn Anzeigen blinken, Geräusche machen und überhaupt den Blick des Lesenden ständig und penetrant auf sich ziehen oder sich anderweitig in den Vordergrund drängen. Was ist aus dem guten alten Werbebanner geworden, das „früher“ in mehr oder weniger Standard-Maßen relativ statisch auf irgendetwas hingewiesen hat?

Das war unaufdringlich, das darf es gern wieder geben – und dafür aktiviere ich auch die Option im Adblocker gern.

Der andere Scheiß kann mir weiterhin gestohlen bleiben. Eine „Sicherheits-Suite“, die mit Blinken, Klacken, wilden Bildwechseln und mehr auf sich aufmerksam machen muss (ja, es handelte sich um einen namhaften Anbieter), kaufe ich ohnehin nicht – noch weniger als sowieso schon.

Malmström-Irrsinn: Geldstrafe angekündigt wegen fehlender VDS

golem.de: EU-Kommissarin kündigt Deutschland Geldstrafe an – es gibt wenige Menschen die mir unsympatischer sind als diese Frau. Begriffen hat sie nix, „das ist jetzt Gesetz dass muss jetzt umgesetzt werden, allem Gegenwind zum Trotz, sonst wird bezahlt“. Wenn man mal nicht weiter weiß… naja, sie passt da ganz gut zur vdL. Die vertragen sich sicher gut.

Nun, mal schauen was in Sachen Vorratsdatenspeicherung noch so auf uns zu kommt – beim „rechten Terror“ hat die ja auch gefehlt, beim islamistischen Terrorismus ist man da irgendwie weiter, warum und wie auch immer (so genau will ichs glaube ich gar nicht wissen). Ich hoffe, der ganze Mist platzt, denn auf Vorrat derartige Datenberge über vorrangig Unschuldige anzuhäufen halte ich für absolut kontraproduktiv. Und dass Mörder 13 Jahre frei herum laufen könnten, weil keine Vorratsdaten existierten, braucht mir auch niemand zu verkaufen.

weiterer Link: sueddeutsche.de

Zugangserschwerung im Quadrat

Das ZugErschwG ist Geschichte – und das ist gut so. Die Datensammelwut in Dresden nicht – und das ist nicht gut.

Mein Fazit: Gut, dass die unsägliche vdL-Hinterlassenschaft im Reißwolf gelandet ist. Hier wurde extrem viel Geld für Altpapier verbrannt, was mit etwas weniger Arroganz und etwas mehr Menschenverstand und weniger Engstirnigkeit und Polemik hätte gespart werden können. Im Gegenzug dazu würde ich annehmen, dass die Verantwortlichen in der Datenaffäre in Dresden sowas von zügig ihrer Ämter enthoben und in Zivil- und Strafverfahren verurteilt werden, dass ein Blinzeln noch schnell ist… wie kann sowas so lange geschehen unter den Augen von Datenschützern und Innenministern und ohne Konsequenzen bleiben?!

Eigentor: Avira findet sich selbst

heise.de – es ist schon grandios, was manchmal so mit Antiviren-Software-Updates verbreitet wird. Manchmal frage ich mich, ob die Hersteller die in der Vergangenheit manchmal beim Thema „Zero-Day-Exploits“ genannten „umfangreichen Tests der Updates“ tatsächlich durchführen. Ja, da kann auch mal so ein Eigentor passieren. Dass man sich aber gleich selber als trojanisches Pferd identifiziert, ist extrem selten. Meist musste bisher Windows dran glauben *schmunzel*.

Tojaner-Links die zweite

Gestern gings los – heute gehts weiter:

Mein Hauptproblem an der Nummer insgesamt ist mal wieder: Politiker labern vollkommen uninformiert irgendeinen Verteidigungsmüll, beschuldigen den CCC, Kampagnen zu betreiben und wundern sich, warum alle so aufgeregt sind, obwohl ihrer Meinung nach (im Gegensatz zur Meinung anerkannter Experten und Verfassungsrichter) doch alles im rechtlichen Rahmen abgelaufen ist. Einfacher kann man sich nicht demontieren. Aber die Ecke, aus der das Verteidigungsgesabbel kommt, ist ja auch recht dunkel…

Grundrechtstrojanerei

Als ich es zuerst las, fand ich es fraglich. Als ich es immer wieser las, schüttelte ich immer intensiver den Kopf. Als das Ganze zur Gewissheit wurde, war klar: Man wusste vorher, dass Ermittlungsbehörden es nicht würden lassen können, auch wenn es ihnen verboten wurde. Selbst wenn es sich nach den aktuellen Äußerungen aus Bayern doch noch als Ente entpuppen sollte (das fällt mittlerweile ECHT schwer, obwohl sich der BKA-Zierke noch nicht besonders umfassend eingemischt hat), ist viel Porzellan zerschlagen worden: „Und Ihr wundert Euch, dass wir Euch nicht mehr über den Weg trauen?!“ – eine Besorgnis erregende Entwicklung, die Angst vorm Staat.

Eine Linkliste zum Thema „Bundestrojaner“, nur einschließend die News der letzten Tage aber mit einem Rückgriff nach 2008:

ACTA: Neu anfangen als Tipp

heise.de: Gutachter rät zu komplettem Neustart bei ACTA

Die Probleme sind bekannt, und jetzt kommen noch klarere Worte auf den Tisch: ACTA ist Mist. Es ist Geheimnistuerei mit Lobbyverbänden (wir erinnern uns an Kauder) und widerspricht freiheitlich-demokratischen Grundsätzen in Sachen Datenschutz, Vertragsrecht und so weiter. Meine Empfehlung ist schon lange, den Murks bleiben zu lassen und stattdessen in einem offenen und transparenten Prozedere auch für Konsumenten nachvollziehbare Regeln zu erarbeiten. Mal schauen, ob das noch was wird.

Akzeptanz und Rechte: GEMA vs. Youtube

„Ich möchte nicht unhöflich erscheinen…“ (Loriot)

Mal Hand aufs Herz – der Streit schwelt schon lange. Und es nervt. Es nervt aber noch viel mehr, wenn man als Konsument einer Videoplattform respektive deren Inhalten mehr oder weniger extra nach „Official“-Channels von Urhebern sucht und darauf hofft, dass Bands ihre Songs und Videos selber und höchst persönlich bei Youtube einstellen. Was kommt? GEMA, keine Nutzungsrechte, kein Zugriff. Kein Kommentar.

Offizieller YT-Channel von Zac Brown: Keine Nutzungsrechte durch die GEMA = Sperre für Nutzer aus Deutschland

 

Kauder für Netzsperren – wegen Urheberrechtsverletzungen

Grundsätzlich bin ich dafür, dass in Sachen Urheberrecht einiges verändert wird. Schon dass das Kapitel „Privatkopie“ wieder funktioniert.

Herr Kauder hat allerdings augenscheinlich in den vergangenen Jahren und Monaten bei Sperrdebatten im In- und Ausland nicht zugehört und fordert nun Netzsperren nach Urheberrechtsverletzungen. Die will er auch „mal eben so“ und ohne technische Hintergründe populistisch wertvoll in Stellung bringen. Was macht ein Mann mit diesen (und anderen) Ansichten noch in der Politik?